Weitere Kanister mit Reiniger illegal entsorgt

In Schermbeck

Mehrere Kanister, gefüllt mit Resten von Industriereinigern, hatten Spaziergänger am Samstag letzter Woche am Rande eines Waldstücks in Wulfen gefunden (wir berichteten). Dennis Wegmann aus Raesfeld erinnerte sich beim Lesen dieser Meldung an einen ähnlichen Fund in Schermbeck. Womöglich nur zwei von weiteren Fällen?

Schermbeck/Raesfeld/Dorsten

, 05.07.2017 / Lesedauer: 2 min
Weitere Kanister mit Reiniger illegal entsorgt

Diese Kanister fand Dennis Wegmann in Schermbeck.

Wegmann war am 7. März gegen 9 Uhr mit seinem Hund auf einem Fußweg neben der B 224 unterwegs, als er zwei 25-Liter-Kanister, ähnlich denen, die in Wulfen gefunden wurden, hinter dem Wildzaun in der Nähe der Erler Grenze sah. Wegen der Etiketten, die auf ätzendes und umweltgefährdendes Material hinweisen, „wollte ich die Kanister nicht anfassen“, sagt Wegmann. Mit dem Fuß habe er dagegen gestoßen: „Die waren ziemlich leer.“

Fund gemeldet

Wegmann machte Fotos, schickte sie per E-Mail samt Lagebeschreibung dem Umweltamt des Kreises Wesel. Wegmann: „Eine Rückmeldung habe ich nicht bekommen. Am nächsten Tag standen die Kanister noch dort, nach einer Woche waren sie dann doch weg.“ Sein Verdacht: Vielleicht könnten weitere Kanister in der Umwelt entsorgt worden sein. Und womögliche Serientäter deshalb nicht auffallen, weil es über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg geschehe. Dem nachzugehen, erforderte allerdings einige Telefonate. Denn Spaziergänger, die ebenfalls Kanister in Schermbeck, Raesfeld und Dorsten gefunden haben könnten, hätten dies bei der jeweiligen Gemeinde, Polizei oder den Kreisen melden können.

Verdacht erhärtet sich nicht

Um es zusammenzufassen: Der Verdacht scheint sich nicht zu erhärten. Ramona Hörst, Polizeisprecherin in Recklinghausen, hatte zwar „die eine oder andere Anzeige vorliegen“, allerdings handelte es sich da eher um Farbreste. Timm Wandel, Kreispolizei Wesel, konnte „keine großen Umwelttaten“ melden. Ähnlich äußerte sich die Polizei in Borken. Der für Abfall zuständige Verwaltungsmitarbeiter in Schermbeck, Gerd Abelt, sprach von „krimineller Energie“, die hinter einer solchen „Entsorgung“ stecke. In Schermbeck gab es aber keine weiteren Fälle, ebenso wenig in Dorsten und Raesfeld, wie Lisa Bauckhorn und Claudia Wesseling bestätigten.

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