Wer in Schermbeck die besten Pommes macht

"Jugend testet"

Ist Billig-Cola wirklich schlechter als Pepsi und Co? Und wo gibt‘s eigentlich Schermbecks beste Pommes? Einige Zehntklässler der Gesamtschule Schermbeck haben beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend testet“ alltägliche Produkte unter die Lupe genommen. Das Projekt der Stiftung Warentest soll die Verbraucherbildung der Jugendlichen fördern.

SCHERMBECK

, 27.03.2017, 18:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wer in Schermbeck die besten Pommes macht

Die Zehntklässler des Wahlpflichtkurses Naturwissenaschaft der Gesamtschule Schermbeck haben für das Projekt "Jugend testet" unter der Leitung von Stephanie Herbstritt (l.) alltägliche Dinge genauer unter die Lupe genommen.

Die Testobjekte hätten unterschiedlicher nicht sein können. Von Zahnpasta über Kopfhörer bis hin zu Mozzarella-Sticks untersuchten die Gesamtschüler aus Schermbeck pingelig. „Wir wollten eigentlich Tierheime vergleichen“, erzählt Schülerin Pia Klein. „Das wurde allerdings nicht genehmigt.“ Also suchten sie und ihre Projektpartnerin Paula Dräger-Gillessen sich ein Thema aus dem kulinarischen Bereich.

"Manni Neumann" hat die besten Schermbecker Pommes

Wer serviert die besten Pommes Frites in Schermbeck? Die Antwort der beiden Mädchen lautet ganz klar: „Manni Neumann“. Doch die Gourmet-Testerinnen überprüften nicht bloß Geschmack, Temperatur und Konsistenz der knusprigen Kartoffelstangen, sondern auch die Freundlichkeit der Imbissmitarbeiter oder die Soßen-Auswahl. Für Schulleiter Norbert Hohmann ist es kein Überraschungssieg. „Die muss man zumindest einmal gegessen haben“, fordert Hohmann mit Nachdruck.

In ganz anderen Gefilden, in der Kosmetik, haben sich Julia Menting und Lucy Schmidt umgesehen. Sie testeten Wimperntusche. Jeweils ein Produkt pro Preisklasse, also günstig, mittel und teuer, untersuchten die beiden 15-Jährigen. „Wir sind vor allem der Frage nachgegangen, ob es sich lohnt, viel Geld für solche Dinge auszugeben“, sagt Lucy Schmidt. Und laut den Schülerinnen lohnt es sich tatsächlich. „Die mittlere Tusche war aber nah dran“, meint Schmidt.

Für den feinen Unterschied genau hinhören

Als etwas schwieriger zu beurteilen stellten sich die Testobjekte von Franziska Bienbeck und Lina Kolz heraus. Die beiden beschäftigten sich mit Bluetooth-Musikboxen. „Wir mussten oft mehrere nacheinander testen“, sagt Franziska Bienbeck. „Da mussten wir genau hinhören, um die Unterschiede herauszubekommen.“ Dennoch konnten Bienbeck und Kolz einen Testsieger ermitteln.

Die „Ultimate Ears UE Boom 2“ überzeugte besonders bei der Akkulauf- und -ladezeit. Es habe Spaß gemacht, die Alternativen zu entdecken, sagt Franziska Bienbeck. „Wir waren auch überrascht, dass die eher unbekannten Marken so gut abgeschnitten haben“, ergänzt sie.

Projektleiterin Stephanie Herbstritt ist mit dem Projekt und der Leistung ihrer Schüler überaus zufrieden. Vor fünf Jahren führte sie dieses schon einmal durch. „Damals war ich so begeistert. Es ist mal eine andere Form der Leistungsübung“, sagt die junge Lehrerin. Besonders die Teamarbeit und die selbstständige Arbeit hätten gut funktioniert. Als ein Ziel des Projekts nennt Norbert Hohmann auch, dass die Jugendlichen „lernen sollen, auszuprobieren anstatt blind der Werbung vertrauen“.  Die Tests wurden alle von der Stiftung Warentest angenommen. Im Sommer sollen dann die Sieger verkündet werden. Insgesamt gibt es Geldpreise im Gesamtwert von 12 000 Euro, Reisen nach Berlin sowie Sonderpreise zu gewinnen.

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