Wolfsdiksussion: Offener Brief an NRW-Ministerin Ursula Heinen Esser

Wölfe

Schafhalter und andere Weidetierhalter sind unzufrieden mit der aktuellen Wolfssituation und wie damit verfahren wird. Die Konsequenz ist ein offener Brief an NRWs Landwirtschaftsministerin.

Schermbeck

, 19.04.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Gahlener BürgerForum fürchtet, dass Wölfe sich in Zukunft nicht mehr nur über Weidetiere hermachen werden.

Das Gahlener BürgerForum fürchtet, dass Wölfe sich in Zukunft nicht mehr nur über Weidetiere hermachen werden. © unsplash/tahoe

Schafe, Ziegen, Rotwild, Pferde und Rinder - sie alle werden immer öfter Opfer von Wolfsattacken. Die Menschen im Gebiet Schermbeck fürchten aber nicht mehr nur Angriffe auf Tiere.

Das Gahlener BürgerForum hat die steigenden Wolfssichtungen und immer häufigere Angriffe auf Wild- und Nutztiere zum Anlass genommen, der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft,

Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen Esser, einen offenen Brief zu schreiben. Darin wird eine öffentliche Debatte bezüglich des Wolfsvideos vom 11. April aus Hünxe angeregt.

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Ministerin Heinen Esser wird aufgefordert, sich mehr um diese Belange zu kümmern. Außerdem geht das Gahlener Bürgerforum noch einen Schritt weiter und fordert eine klare Aussage von Ursula Heinen Esser, wer die Verantwortung für potenzielle Angriffe auf Menschen übernehmen wird, wenn es so weit kommen sollte. Denn neben den wirtschaftlichen Verlusten durch höhere Kosten zum Schutz der Weidetiere und die Tierverluste durch Wölfe, wachse diese Sorge.

In dem Brief heißt es genauer: „Was wäre gewesen, wenn zu dem Zeitpunkt der Wolfsattacke ein Kind hinter der Hecke am Feldsaum gespielt hätte – sicherlich eine wesentlich leichtere Beute als ein sich wehrender Hirsch? (...) Wer würde die Verantwortung dafür übernehmen, wenn die Wölfe sich an Kindern vergreifen?“

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