Zuwegung zur geplanten Lippebrücke führt über Privatweg

Von Damm nach Gartrop

Von der geplanten Hängebrücke über die Lippe von Damm nach Gartrop (wir berichteten) erfuhr die Dammer Familie Schmitz in der Presse. „Irritiert“ sei man gewesen, sagt Christina Schmitz, da die geplante Zuwegung über einen Privatweg der Familie führe. „Wir werden das nicht dulden.“

SCHERMBECK

, 02.03.2015, 18:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zuwegung zur geplanten Lippebrücke führt über Privatweg

Über die Verlängerung der Beckenbreiter Stege soll die Zuwegung zur geplanten Hängebrücke zwischen Damm und Gartrop erfolgen. Die Familie Schmitz sei seit fünf Generationen Eigentümerin des Weges, sagen Christina (l.) und Monika Schmitz. Ein Einverständnis wollen sie für die Nutzung ihres Weges nicht geben.

In der Verlängerung der Beckenbreiter Stege geht die geplante Zuwegung über den privaten Weg eines anderen Anliegers, dann über eine kleine Brücke über den Dellbach. Diese Gemeindebrücke werde bei Hochwasser häufig unterspült, sagt Christina Schmitz. Die Gemeinde müsse die Brücke deshalb häufiger reparieren. Ab der Brücke beginne der private Weg der Familie Schmitz und sowohl das Feld links als auch ein kleines Stückchen des Waldes rechts gehörten der Familie Schmitz seit mindestens fünf Generationen.

"Vor den Kopf gestoßen"

Grundsätzliche habe man nichts gegen das Projekt, sagt Christina Schmitz. Aber es sei über fremde Flächen geplant, was man sich beim Katasteramt in Wesel habe bestätigen lassen. „Man fühlt sich ein bisschen vor den Kopf gestoßen.“ Dass die Familie Schmitz nicht im Vorfeld informiert wurde, sei „nicht beabsichtigt gewesen“, sagt hingegen der Vorsitzende des Turmvereins Damm, Ernst-Hermann Göbel gestern, der sofort das Gespräch zu der Familie suchte und im Vorfeld „nach bestem Wissen und Gewissen“ mit Anliegern, Behörden und Organisationen gesprochen hatte. Er sei davon ausgegangen, dass es sich um einen Gemeindeweg handele, da die Brücke schließlich auch eine Gemeindebrücke sei. Von einem anderen Anlieger habe er nun allerdings gehört, so Göbel gestern, dass es sich beim dem Privatweg um einen so genannten „Interessentenweg“ handele, bei dem das Wegerecht für die Anlieger seit Generationen gelte.

Stimmung einfangen

Derzeit handele es sich bei der geplanten Brücke aber auch erst um eine Idee, für die man die grundsätzliche Stimmung eingefangen wollte, so Göbel. Die weiteren Schritte werde man mit Landschaftsarchitekt Klaus Knöss besprechen.   

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