Maximilian Wolff (M.) verschoss den Elfmeter für den Geisecker SV. © Manuela Schwerte
Fußball-Bezirksliga

Auch Elfmeterschütze Wolff bemerkte Mulde am Elfmeterpunkt: „Da fühlt man sich scheiße“

Maximilian Wolff vergab mit seinem Elfmeter die wohl größte Chance im Derby gegen den VfL Schwerte. Auch er bemerkte, dass am Elfmeterpunkt im Schützenhof etwas nicht stimmte.

Der Elfmeter von Maximilian Wolff war die wohl größte Chance während des Derbys zwischen dem VfL Schwerte und dem Geisecker SV. Der Youngster des GSV traf nur den Außenpfosten – und ließ eine Ausrede anschließend nicht gelten.

Auch aufgrund des verschossenen Strafstoßes kurz vor der Pause ging das Lokalduell 0:0 aus. „Ich glaube, bei dem Spiel können wir recht zufrieden damit sein“, sagte Wolff.

Maximilian Wolff sieht viele Fehlpässe beim Geisecker SV

Viele Fehlpässe, lange Bälle des Gegners – es war überhaupt kein gutes Fußballspiel zwischen den beiden Schwerter Lokalrivalen. „In der zweiten Halbzeit war es noch drastischer“, so Wolff.

Auf dem Feld habe er beobachtet, dass der VfL viel mit langen Bällen gearbeitet hätten. „Die Zweikämpfe haben sie gut angenommen“, sagte Wolff. Ein Derby eben und kein fußballerischer Leckerbissen.

Nach einem Handspiel von Jan Frederik Römmich hatte Wolff per Elfmeter die große Chance auf das 1:0 für die Gäste. 42 Minuten waren da gespielt. „Ich dachte mir: Ich nehme mir den Ball und schieße ihn rein. Ich hatte ein gutes Gefühl“, erinnert sich Wolff.

Anders noch als vor einem Monat gegen Westfalia Wethmar scheiterte Wolff dieses Mal allerdings vom Punkt. Er traf nur den linken Außenpfosten. „Danach geht es einem fünf Minuten durch den Kopf. Da fühlt man sich scheiße“, so der 19-Jährige.

Anschließend sei das schlechte Gefühl aber verloren gegangen, erklärt Wolff. Erst nach Abpfiff habe ihn die ausgelassene Großchance wieder eingeholt. „Sonntag und Montag war das auf jeden Fall noch im Hinterkopf“, so der Mittelfeldspieler.

Maximilian Wolff bemerkt die Mulde am Elfmeterpunkt des VfL Schwerte

Da half es auch nichts, dass VfL-Keeper David Graudejus Wolff sogar in Schutz nahm. Am Elfmeterpunkt befände sich am Schützenhof eine Mulde, dies sei ein Nachteil für den Schützen. „Das ist fast schon unsportlich“, sagte Graudejus.

Auch Wolff bemerkte jene Mulde. Der Strafstoßpunkt sei abgesenkt, so Wolff. Er habe sich versucht, den Ball vor der Ausführung genau daneben zulegen, das klappte allerdings nicht. „Aber das ist bei weitem nicht der Grund, warum ich verschossen habe“, so Wolff.

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freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch