Trainer Manuel Boruch, hier am Rande des Spitzenspiels der Saison 2019/20 gegen Gerthe Anfang November, verlässt die Schwerter TS. © Bernd Paulitschke
Basketball

Eine gravierende Verbands-Entscheidung und ein neuer Job für Boruch

Der Ex-Trainer der Schwerter Turnerschaft hat ein neues Betätigungsfeld gefunden. Und der Verband des westdeutschen Basketballer macht sich Sorgen wegen der Corona-Zahlen.

Die Absage stand bereits länger im Raum, jetzt haben die Verantwortlichen des Westdeutschen Basketbalverbandes (WBV) die Entscheidung gefällt: In der Saison 2020/2021 wird es keinen Pokalwettbewerb auf WBV-Ebene geben.

„Hatten keine wirkliche Alternative“

„Es war keine leichte Entscheidung, aber wir hatten auch keine wirkliche Alternative“, sagt Verbandspräsident Uwe J. Plonka und erklärt: „Aufgrund der Corona-Einschränkungen ist der Spielplan einfach zu eng – da passt aus zeitlichen Gründen kein Pokal mehr rein.“

Das Präsidium des WBV äußert sich auf der Internetseite des Verbandes darüber hinaus besorgt über die steigenden Infektionszahlen. Am 25. September soll die 1. Regionalliga Herren als erste Liga in die neue Saison starten.

Bis dahin könne noch viel passieren, so Plonka: „Was, wenn die nächste Fassung der Coronaschutzverordnung plötzlich die Anzahl der erlaubten Spieler in der Halle wieder reduziert? Alles denkbare Varianten. Die Entwicklung bleibt zu beobachten und abzuwarten.“

Spielbetrieb in NRW nicht um jeden Preis

Abschließend stellt der WBV-Präsident klar: „Die Planungen für den Ligabetrieb laufen trotz Pokalabsage auf Hochtouren. Wir wollen in Nordrhein-Westfalen einen Spielbetrieb organisieren, aber nicht um jeden Preis. Die Gesundheit geht immer vor.“

Erst für Ende Oktober ist der Saisonstart für die Ligen unterhalb der 1. Regionalliga vorgesehen – auch für den SVD 49 Dortmund, der in der 2. Regionalliga um Punkte spielt.

Bei diesem Klub hat Manuel Boruch sein neues Tätigkeitsfeld gefunden. Boruch war seit 2008 bis zur vergangenen Saison für die Schwerter Turnerschaft (STS) am Ball, zunächst als Spieler und in den vergangenen beiden Spielzeiten auch als Trainer.

Vor gut einem Monat hatte Boruch bekannt gegeben, der STS wegen der fehlenden sportlichen Perspektive den Rücken zu kehren.

Teammanager in Dortmund-Derne

In Dortmund-Derne haben die Vereinsverantwortlichen des SVD den 42-Jährigen nun als neuen Teammanager für die erste Mannschaft präsentiert. „Wir sind sehr froh, dass wir auf dieser Position einen solchen Fachmann für uns gewinnen konnten“, sagte Henrik Sojka, der Abteilungsleiter der Derner.

Demnach soll Boruch die Koordination allgemeiner Aufgaben rund um das Regionalligateam übernehmen und in diesem Bereich auch Trainer Felix Adami entlasten.

Zu seinen Aufgaben sollen zudem die Durchführung von Jugendcamps gehören, das Ausbauen der Sponsoring-Aktivitäten und der Aufbau eines entsprechenden Netzwerks.

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