Mit Entschlossenheit peilen Jannis Mimberg (li.) und die HVE Villigst-Ergste den fünften Saisonsieg an. © Bernd Paulitschke
Handball

Gegner mit Trainer-Promis warten auf HVE Villigst-Ergste und HSG Schwerte/Westhofen

Die dreiwöchige Herbstferienpause der Handballer ist passé, am Wochenende geht es auch für die Teams der HVE Villigst-Ergste und der HSG Schwerte/Westhofen wieder um Punkte.

In der Verbandsliga bekommt es das Schwerter Duo an diesem Wochenende mit zwei Gegnern zu tun, deren Trainer als Aktive auf allerhöchstem Niveau unterwegs waren.

Verbandsliga

HVE Villigst-Ergste – SG Schalksmühle/Halver Dragons 2 (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Gänsewinkel)

Wenn der verlustpunktfreie Tabellenführer HVE Villigst-Ergste auch sein fünftes Saisonspiel gewinnen will, muss er das Team des 2,14m-Riesen Mark Dragunski besiegen. Und er muss den Sohn des Europameisters und Olympia-Silbermedaillengewinners von 2004 in den Griff kriegen. Der junge Rückraumspieler Arvid Dragunski (Jahrgang 2003), der zum erweiterten Kader des Drittliga-Teams der SG gehört, ist laut HVE-Trainer Tobias Genau eine Schlüsselfigur im Spiel der Sauerländer, die mit 2:4-Punkten in die Saison gestartet sind.

„Ich hoffe, dass wir an unsere gute Form der Spiele vor den Ferien anknüpfen können“, sagt Trainer Genau, der in personeller Hinsicht aus dem Vollen schöpfen kann. Im Vergleich zu einem Testspiel am Mittwoch beim Verbandsligisten SuS Oberaden werden sich die Villigst-Ergster aber steigern müssen – die Partie ging mit fünf Toren Unterschied verloren.

OSC Dortmund – HSG Schwerte/Westhofen (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Hacheney, Hacheneyer Straße, 44265 Dortmund)

Auch auf der Dortmunder Trainerbank sitzt mit Thorsten Stoschek ein ehemaliger Bundesligaspieler, dessen Team sicherlich zu den besseren der Liga gehört. „Das ist schon eine gute Truppe, in der mehrere Spieler mit höherklassiger Erfahrung auflaufen“, sagt HSG-Trainer Tim Decker und hat dabei vor allem die Dortmunder Leistungsträger Kevin Herzog und Joshua Krechel im Blick, die auch schon in der 3. Liga um Punkte gespielt haben.

Sönke Braß und die HSG Schwerte/Westhofen stehen beim OSC Dortmund vor einer anspruchsvollen Auswärtsaufgabe. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

So sieht Decker sein Team einmal als Außenseiter. „Wir werden wir alles reinhauen – und dann sehen wir, wozu es reicht“, sagt Decker. Dass es etwas Zählbares dabei herausspringt, scheint zumindest nicht utopisch, denn die Zwischenbilanz des OSC mit 4:4-Punkten ist zumindest nicht beängstigend.

Bezirksliga

HVE Villigst-Ergste 2 – TV Arnsberg (Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle Gänsewinkel)

Um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen, muss für die „Zweite“ der HVE als Tabellenletzter (1:5-Punkte) gegen den Drittletzten Arnsberg (2:6-Punkte) der erste Saisonsieg her.

Frauen-Oberliga

HSG Schwerte/Westhofen – Teutonia Riemke (Samstag, 18.30 Uhr, FBG-Sporthalle)

Auch wenn das bisher einzige Heimspiel der Saison verloren ging, kann das Oberliga-Team der HSG Schwerte/Westhofen mit seinem Saisonstart von 6:2-Punkten zufrieden sein. Und nun will Trainer Mischa Quass mit seinen Schützlingen nach drei Auswärtssiegen gegen Riemke (4:6-Punkte) auch in eigener Halle einen doppelten Punktgewinn einfahren.

„Es wird Zeit, dass wir ein Heimspiel gewinnen. Allerdings ist Riemke eine Mannschaft mit schnellen Spielerinnen, die jeden Fehler gnadenlos bestraft“, sagt Trainer Quass, der keine Personalprobleme zu beklagen hat.

Frauen-Verbandsliga

HVE Villigst-Ergste – HSC Haltern-Sythen (Sonntag, 16 Uhr, Sporthalle Gänsewinkel)

Dass eine Mannschaft, die mit 4:0-Punkten in die Saison gestartet ist, als krasser Außenseiter in ein Heimspiel geht, ist auf den ersten Blick ungewöhnlich. Doch im Fall des Frauenteams der HVE Villigst-Ergste ist das wohl so – zu deutlich waren die vier Saisonsiege, die Haltern in seinen ersten vier Partien hingelegt hat. Ein Plus von 49 weist die Tordifferenz des HVE-Gegners aus. Mit anderen Worten: Sie haben ihre Spiele im Schnitt mit mehr als zwölf Toren Unterschied gewonnen.

Doch HVE-Trainer Dino Tönnies erstarrt nicht in Ehrfurcht. „Ich glaube, dass sie an einem guten Tag für uns erreichbar sind. Der Schlüssel wird sein, wie wir mit ihrer offensiven Deckungsweise zurechtkommen“, meint der Coach.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch