Dem ersten Saisonsieg gegen Oesbern (2:1) ließen die Holzpfosten-Fußballer, hier mit Bastian Bolst (li.), am vergangenen Sonntag ein fulminantes 9:4 folgen. © Manuela Schwerte
Fußball-Kreisliga A

Holzpfosten-Team ist plötzlich eine Torfabrik – wie kommt das denn?

Der Saisonstart mit vier Niederlagen war bescheiden. Doch dann ließ A-Ligist Holzpfosten Schwerte 05 zwei überzeugende Siege folgen und gewann zuletzt sogar mit 9:4. Was ist da passiert?

Für die Wandlung von einem Kellerkind der Liga zu einer wahren Torfabrik gibt es Gründe. „Die Jungs haben denselben Zaubertrank zu sich genommen wie 2019, als wir Hallenstadtmeister wurden“, sagt Spielertrainer Daniel Martella scherzhaft in Erinnerung an den fulminanten 8:1-Endspieltriumph in der Alfred-Berg-Sporthalle vor knapp drei Jahren.

Bei einer ernsthaften Suche nach den Gründen für den Aufschwung der „Pfosten“ kommt man an dem Trainerwechsel nicht vorbei, der nach besagten vier Niederlagen zum Saisonstart vollzogen worden ist. Denn seit das Gespann Maxi Sonneborn/Daniel Martella die alleinige Verantwortung übernommen und Benjamin Gottstein beerbt hat, spielt die Mannschaft in einem anderen System. „Vorher haben wir mit einem Stürmer gespielt, jetzt ist es eine Doppelspitze – das liegt der Mannschaft einfach besser“, meint Martella.

Stürmer Alkan und Leyk treffen doppelt

Die Zahlen des vergangenen Sonntags belegen es: Beim 9:4-Torfestival gegen den VfL Platte-Heide trafen die beiden Stürmer René Alkan und Justin Leyk jeweils doppelt. Mit dem „Alle-Neune“-Erfolg haben die Schwerter die Abstiegsränge verlassen – und können schon am Donnerstagabend beweisen, dass die Torflut des Sonntags keine Eintagsfliege war.

Denn der Kreis Iserlohn hat eine Englische Woche in seinen Spielplan eingebaut. Für die „Pfosten“ bedeutet dies, dass sie ab 20 Uhr im EWG-Sportpark Schwerte-Ost einen dicken Brocken vorgesetzt bekommen. Denn mit der SG Hemer erwarten sie den Tabellenführer, der das A-Liga-Klassement nach sechs Spieltagen mit der Maximalausbeute von 18 Punkten anführt.

Mit breiter Brust gegen den Tabellenführer

„Es wäre vermessen zu sagen: Wir schlagen Hemer. Aber wir gehen auf jeden Fall mit einer breiten Brust ins Spiel. Der Respekt vor dem Gegner ist da, Angst haben wir aber nicht“, sagt Daniel Martella. Und es müssen aus Holzpfosten-Sicht ja nicht wieder neun Tore werden – eins mehr als der Gegner zu schießen, würde den „Pfosten“ schon reichen.

Auch Holzpfosten-Lokalrivale SG Eintracht Ergste spielt am Donnerstagabend auf eigenem Platz. Für das Spiel gegen das Tabellenschlusslicht Iserlohner TS, das eigentlich in Iserlohn stattfinden sollte, wurde das Heimrecht getauscht. Auf der Iserlohner Anlage ist die Flutlichtanlage defekt.

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Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch

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