Steht künftig nicht mehr an der Seitenlinie der Holzpfosten: Ex-Trainer Benjamin Gottstein (r.). © Manuela Schwerte
Fußball-Kreisliga A

Holzpfostens Ex-Trainer hat mit seiner Entlassung „absolut nicht gerechnet“

Benjamin Gottstein ist nicht länger Trainer der Holzpfosten Schwerte. Bereits nach vier Spieltagen hat sich der A-Kreisligist von dem Coach getrennt. Nun äußerte er sich zu seiner Entlassung.

Der Fußball-A-Kreisligist Holzpfosten Schwerte hat seinen Trainer Benjamin Gottstein entlassen. Für ihn übernehmen Maximilian Sonneborn und Daniel Martella, die als Gottsteins Co-Trainer schon zuvor mit im Trainer-Team waren. Der Sportliche Leiter der Holzpfosten, Dennis Hegemann, sprach davon, dass die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft nicht mehr gepasst hätte. Doch was sagt der Ex-Trainer selber dazu?

„Ich habe mit der Entscheidung, mich zu entlassen, absolut nicht gerechnet“, sagt Benjamin Gottstein im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Obwohl die Holzpfosten seit März 2020 sieglos sind, sei er völlig überrascht gewesen, als der Vorstand ihm die Entscheidung mitteilte. Die Holzpfosten rangieren nach vier Spieltagen der Saison 2021/22 mit null Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz der Kreisliga A.

„Weiß nicht, ob ich anders entschieden hätte“

Trotz seiner Überraschung könne er die Entscheidung des Vereins aber nachvollziehen. „Ich weiß nicht, ob ich anders entschieden hätte“, sagt er. Sportliche Gründe seien es übrigens nicht gewesen, warum er nicht mehr Trainer der Holzpfosten ist. Ähnlich äußerte sich schon der Sportliche Leiter, als er sagte, dass die Holzpfosten das nicht nur an Ergebnissen gemessen hätten.

Vielmehr habe die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer nicht mehr gestimmt. Ein Punkt, der auch Gottstein aufgefallen ist. „Es hat nicht perfekt gepasst zwischen mir und der Mannschaft“, erzählt er. Dabei sei es nicht um das persönliche Verhältnis gegangen. „Wir verstehen uns abseits des Platzes super, sind alle befreundet“, erklärt er. „Aber mit meinem Trainingsstil und dem, was die Mannschaft erwartet, hat es nicht gepasst. Das dürfte alleine mit Maxi und Daniel (Sonneborn und Martella, Anm. d. Red.) besser passen.“

Deswegen gebe es auch kein böses Blut zwischen ihm, Mannschaft und Verein. „Es war ein langer Prozess, dass es jetzt nicht mehr gepasst hat. Grundsätzlich ist es wohl die bessere Lösung des Vereins“, gibt der Ex-Trainer zu.

Über den Autor
Volontär
Nachrichten gibt es überall, jeder kann sie verbreiten. Wahrheitsgemäße Recherche kommt da leider oft zu kurz. Qualitativer Lokaljournalismus ist daher wichtiger denn je. Wer, wenn nicht wir ausgebildeten Lokaljournalisten, berichtet über das, was wirklich in unserer Stadt Gesprächsthema ist?
Zur Autorenseite
Niklas Berkel