Arne Werner muss lange auf einen seiner Top-Spieler verzichten. © Manuela Schwerte
Fußball-Kreisliga

Ist der TuS Holzen-Sommerberg jetzt der Aufstiegsfavorit? Torjäger steht vor Saison-Aus

Hat sich am Wochenende eine Wachablösung in der Kreisliga A vollzogen? Wenn's nach dem Trainer des TuS Holzen-Sommerberg geht, dann nicht. Der stapelt weiter tief und sieht Westhofen in der Favoritenrolle.

Natürlich habe er die Tabelle vor Augen und sehe, dass man an Westhofen dran sei, bei einem Spiel weniger sogar irgendwann vorbeiziehen könnte, sagt Arne Werner, Coach des Fußball-Kreisligisten TuS Holzen-Sommerberg im Rückblick auf den vergangenen Spieltag.

TuS Holzen-Sommerberg schlägt VfR Kirchlinde

Am Sonntag hatte der TuS mit 1:0 beim Tabellendritten VfR Kirchlinde gewonnen, während Westhofen sich einen kleinen Ausrutscher erlaubte und nicht über ein 0:0 in Oespel hinauskam.

Dass das Siegtor in der 89. Minute fiel, könnte man als glücklich bezeichnen. „Aber nur vom Zeitpunkt. Und Glück gehört dazu. Andererseits hatten wir vor dem 1:0 noch jede Menge gute Chancen. Ich muss sagen, es war ein wirklich gutes Spiel auf Augenhöhe“, blickt Werner auf die Spitzenpartie zurück.

„Man darf jetzt nicht glauben, dass wir Tag und Nacht über die neue Konstellation nachdenken. Das tun wir nicht. Für uns ist wichtig, dass wir das Jahr 2021 mit zwei weiteren Siegen abschließen. Die Aufgaben gegen den TSC Eintracht und beim Hörder SC sind schwierig genug“, möchte Werner die Situation in der Liga nicht auf einen Zweikampf Westhofen vs. Holzen-Sommerberg reduzieren.

Sollten beide Mannschaften ihre nächsten Spiel gewinnen, dann könnte Holzen-Sommerberg am 6. Februar an dem spielfreien VfB Westhofen vorbeiziehen. Am 20. März kommt es dann zum Rückspiel in Holzen-Sommerberg. Das Hinspiel hatte der VfB Westhofen mit 2:1 für sich entschieden.

TuS Holzen-Sommerberg gewinnt sieben Mal in Serie

„Das ist alles noch weit weg. Wir haben zwar jetzt sieben Spiele in Folge gewonnen, müssen aber weiterhin auf uns schauen, müssen unserer Spiele gewinnen, was schon schwer genug ist in dieser sehr ausgeglichenen Liga. Wir werden nicht den Fehler machen und uns zu sehr mit Westhofen beschäftigen“, lautet die klare Ansage von Werner an sein Team.

Zumal die Situation für den Trainer nicht sonderlich überraschend kommt: „Vor dem Saisonstart haben wir als Ziel die Top drei ausgegeben. Da sind wir jetzt auf einem guten Weg, unser Ziel zu erreichen. Wir wollen so lange wie möglich an Westhofen dranbleiben und sie am Ende vielleicht sogar ein wenig ärgern.“

TuS Holzen-Sommerberg: VfB Westhofen ist Favorit

Auf die Favoritenrolle in Sachen Meisterschaft angesprochen, sieht Werner die immer noch eindeutig beim VfB Westhofen: „Der VfB hat zwar einen relativ kleinen Kader, dafür aber einen qualitativ hochwertigen. Und so lange niemand ausfällt, ist das kein Problem.“

Florian Kaiser ist zurück beim TuS Holzen-Sommerberg. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Dass sich Personalsituationen von heute auf morgen ändern könnte, musste Werner vor zwei Wochen erfahren. Da kugelte sich Torjäger Dustin Pfeiffer die Schulter aus. Ein äußerst schmerzhafte Angelegenheit. Und eine langwierige, wie sich jetzt herausstellte. Pfeiffer wird im Februar bei einem Spezialisten operiert und voraussichtlich für den Rest der Saison ausfallen.

„Das ist wirklich unfassbar schade für Dustin, er hat bis zu seiner Verletzung eine so starke Saison gespielt“, so Werner. Der Ausfall Pfeiffers sei zwar eine Schwächung, dennoch sei er in einer „sehr komfortablen Situation und verfüge mit Falk Trendelkamp und Florian Kaiser, der nach seiner Verletzung wieder erfolgreich zurückgekehrt ist, über zwei hervorragende Offensivkräfte.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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