Ein Foto aus aktiven Zeiten: Neele Holzhausen über 400 Meter Hürden. © Sebastian Reith
Leichtathletik

Keine Straßen- oder Crossläufe – beschäftigungslos ist Neele Holzhausen deshalb aber nicht

Der Ruhrstadtlauf ist pandemiebedingt abgesagt worden. So wie zuvor auch schon der Ergster Crosslauf. Beim westfälischen Verband kümmert sich die Schwerterin Neele Holzhausen um diese Läufe.

Was macht eigentlich die Schwerterin Neele Holzhausen in diesen Zeiten, in der die Leichtathletik erst langsam aus der Schockstarre erwacht, aber längst noch keine Straßen- oder Crossläufe stattfinden? In erster Linie hofft Holzhausen auf die Saison 2022.

Beschäftigungslos ist die Deutsche U23-Vizemeisterin in der 4x400m-Staffel von 2013, die beim Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) für die Straßen- und Volksläufe in Westfalen zuständig ist, aber ganz und gar nicht. Alle Tagungen und Fortbildungen, die bislang vor Ort abgehalten wurden, gehen jetzt online über die Bühne. Zuletzt organisierte die Schwerterin einen virtuellen Erfahrungsaustausch der Lauf- und Joggingtreffs – ein voller Erfolg, auch dank der Vorbereitung durch Neele Holzhausen.

Nicht in Kaiserau, sondern im Homeoffice

Wir erreichen die 29-Jährige im Homeoffice, denn auch das Sportcentrum in Kamen-Kaiserau, wo der Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen seinen Sitz hat, ist geschlossen. Sie blickt auf die Wintersaison und auf das Jahr 2022, wenn es dann hoffentlich wieder losgeht mit Straßen- oder Crossläufen.

Holzhausen hat auch in der Pandemie engen Kontakt zur Schwerter Sportszene gehalten, hatte intensiv die Vorbereitungen zum Ruhrstadtlauf verfolgt, der ursprünglich für den 11. Juni mit einem umfangreichen Hygienekonzept geplant war und am Dienstag dann endgültig abgesagt wurde. „Das ist natürlich schade, aber leider sind jetzt viele Läufe betroffen. Die Vereine arbeiten dennoch ausgesprochen kreativ. Die meisten haben Alternativen ausgearbeitet, planen mit einer Verlegung zu einem späteren Zeitpunkt oder mit kleineren Startfeldern“, erklärt die ehemalige 400-Meter-Spezialistin.

Weiterhin Trainerin der SG Eintracht Ergste

Inzwischen widmet sie sich den längeren Strecken. Ihr Debüt auf der Halbmarathon-Strecke hatte sie im Oktober 2018 beim Phoenix-Halbmarathon in Dortmund. Jetzt geht der Blick der 29-Jährigen, die von 2002 bis 2011 das Trikot der LG Schwerte trug und auch weiterhin Trainerin der SG Eintracht Ergste ist, nach vorn.

275 Läufe im Jahr 2019 betreut

Sie hält im Netz Seminare in der Laufausbildung ab. Nächster Termin ist der 26. Juni, die Lauftagung 2021. Im Vorjahr hatten sich 97 Teilnehmer und Teilnehmerinnen online zugeschaltet. Denn es geht um die Planung der Saison 2022, um mehr als 300 Veranstaltungen.

„Ich bin für ganz Westfalen zuständig, ein Gebiet von Ostwestfalen bis ins Ruhrgebiet und hinunter nach Siegen“, erklärt Holzhausen. Im Jahr 2019 betreute Neele Holzhausen 275 Läufe und Veranstaltungen, in der Saison 2020 waren es dagegen nur 21 Events, ehe Mitte März der erste Lockdown kam. Bleibt die berechtigte Hoffnung, dass es im nächsten Jahr wieder deutlich mehr Veranstaltungen werden.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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