Hatte einen schweren Stand im Derby: Geieseckes Stürmer Lukas Lenz (rotes Trikot). © Foto: Manuela Schwerte
Fußball-Bezirksliga

Lukas Lenz reißt sich die Achillessehne – bedeutet das schon das Ende beim Geisecker SV?

Nach nur vier Spielen ist die Rückkehr des ehemaligen Profi-Fußballers zum Geisecker SV erstmal beendet. Sein Heimatverein spricht bereits über das endgültige Karriereende des Stürmers.

Sehr stolz waren sie beim Geisecker SV, als sie Lukas Lenz als Neuzugang vorstellten. Nach seinem Karriereende kehrte der Ex-Profi nochmal zu seinem Heimatverein in die Bezirksliga zurück.

Nach nur vier Einsätzen und 280 Minuten auf dem Feld endet seine Rückkehr nun allerdings vorerst. Nach nur zehn Minuten riss er sich am Sonntag gegen den TuS Hannibal (4:4) die Achillessehne – eine der schwerwiegendsten Sportverletzungen.

Lukas Lenz reißt sich die Achillessehne

So schwerwiegend, dass Lenz sich am Donnerstag nicht mehr an den Moment der Verletzung zurückerinnern möchte. „Der Geisecker SV weiß genauso wie ich, dass es dazu gehört“, sagt Lenz. Das Risiko sei ihm immer bewusst gewesen. Dass er sich nun tatsächlich schwer verletzt hat, sei eben so, meint der 32-Jährige. „Ich bin überhaupt nicht niedergeschlagen“, sagt Lenz. Es gebe Schlimmeres im Leben als einen Achillessehnenriss, auch wenn ihn dieser nun auch im Alltag einschränken werde, so Lenz.

Sehr schön sei es gewesen, nach der Verletzung von vielen Leuten Genesungswünsche erhalten zu haben – sei es vom Weggefährten vom FC Iserlohn, RW Essen oder der SG Wattenscheid. „Das zeigt mir, dass ich nicht nur sportliche Spuren hinterlassen habe“, sagt Lenz.

Besonders bitter: Lenz war während seiner Profi- und höherklassigen Laufbahn kaum verletzt. „Ich habe mich natürlich mit der Verletzung auseinandergesetzt. Die Vielzahl der Sportler ist wieder zurückgekommen“, so Lenz. Der Angreifer steht nun vor der längsten Reha seiner Karriere. Ob er operiert werden muss, entscheidet sich in den kommenden Tagen.

Geisecker SV: Trainer geht von Karriereende aus

Noch nicht auseinandergesetzt hat Lenz sich mit der Frage, ob er noch einmal auf das Fußballfeld zurückkehrt. Momentan sei sein Fokus auf andere Dinge gerichtet. Sein Trainer Thomas Wotzlawski sagte bereits: „Ohne ein Prophet zu sein: Das bedeutet wohl das aus Aus des Fußballers Lukas Lenz.“

So weit möchte sich Lenz selbst noch nicht festlegen. Er wisse auch noch nicht, wann er diese Entscheidung treffen wolle, sagt der Schwerter. „Wenn ich Lust habe und das Feuer spüre“, so Lenz, „dann würde ich auch wieder versuchen, Fußball zu spielen.“

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch