Das Westhofener Trainergespann mit dem erfahrenen Lothar Huber (re.) und Christoph Pajdzik sieht sich mit dem VfB Westhofen trotz bescheidener Testspielbilanz im Soll. © Nils Foltynowicz
Fußball

Rückschlag nach Corona: Lange Zwangspause für Westhofens „Sechser“

Herber Rückschlag für den VfB Westhofen. Ein Sechser wird nach einer Knorpelverletzung im rechten Knie mindestens für sechs Monate ausfallen. Trainer Lothar Huber hatte auf ihn gesetzt.

Erst die lange, frustrierende Spielpause durch die Corona-Pandemie. Jetzt, dreieinhalb Wochen vor dem Saisonstart am 29. August, folgt der nächste Tiefschlag für einen begabten Spieler des VfB Westhofen.

Nach einer zunächst harmlos aussehenden Verletzung im Testspiel gegen Polonia Hagen droht dem Sechser des VfB eine lange Zwangspause. Vielleicht vier Monate, vielleicht sechs Monate, vielleicht noch länger. Nico Frustace hat es böse erwischt.

Diagnose Knorpelschaden – sechs Monate Pause

Dafür, dass ihm solch eine lange Pause bevorsteht, klingt der 22-Jährige unglaublich gefasst. „Es ist nunmal passiert. Es tut natürlich weh, wenn ich den Jungs beim Spiel zusehen muss, aber was soll ich machen?“, erklärte Frustace. Doch was ist eigentlich passiert? Beim Testspiel des VfB Westhofen gegen Polonia Hagen vor knapp zwei Wochen hatte Frustace nach einem Pressball zunächst leichte Schmerzen im linken Knie. Wenige Minuten später wurden die Schmerzen nach einem Sprung so groß, dass er ausgewechselt werden musste.

Nico Frustace (VfB Westhofen). © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

„Ich wusste gleich, dass es nicht das Kreuzband ist, der Schmerz war anders, den kannte ich, hatte ich mir doch schon das linke Kreuzband gerissen“, so der defensive Mittelfeldspieler. Die Diagnose nach einem MRT beim Dortmunder Knie-Spezialisten Dr. Behrendt ergab schließlich einen schweren Knorpelschaden. Das bedeutet zwar nicht das Aus einer gerade erst begonnenen Fußball-Laufbahn, sondern eine Operation, bei der sich Knorpel anschließend neu bilden muss. „An Sport ist natürlich längere Zeit nicht zu denken, ich rechne mit einer sechsmonatigen Pause“, erklärte der großgewachsene Spieler, der nach Jahren in der Innenverteidigung nun seit längerem als Sechser unterwegs ist.

Dabei hatte sich Frustace für die kommende Saison enorm viel vorgenommen. Während der Corona-Pause hatte der Holzener viel an sich gearbeitet, seine Kondition verbessert, sein Gewicht verringert. Dazu sein duales Studium bei der Stadt Dortmund vorangebracht. Bis zur geplanten Operation bei Dr. Behrendt in Dortmund muss die Schwellung im Knie abklingen, Termin ist am 30. August. „Ich kann zwar kein Sport machen, aber schmerzfrei gehen. Bis zum OP-Termin fahre ich jetzt noch zu meinen Groß-Eltern in den Urlaub nach Süd-Italien“, so Frustace.

Wann der 22-jährige defensive Mittelfeldspieler wieder für den VfL Westhofen auflaufen wird, steht indes noch nicht fest. Frustace: „Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde wieder dabei bin. Zumindest für ein paar Spiele.“

Das hofft natürlich auch Westhofens Trainer Lothar Huber, der voll des Lobes über die Entwicklung von Frustace ist. „Nico hat schon in der Vorbereitung gezeigt, welch ein Potenzial, welche Qualität er hat. Er hat sich auf der Position festgespielt, hat eine gute Technik. Deshalb ist es für ihn und für uns natürlich ärgerlich, dass er so lange ausfällt. Er ist ein absoluter Stammspieler“, so Huber.

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Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl