Nils Berg (2.v.li.), hier am vergangenen Sonntag gegen Körne, wird dem VfL Schwerte in den nächsten Wochen fehlen. © Manuela Schwerte
Fußball-Bezirksliga 8

Schwerter Trainer denken positiv, heben den Zeigefinger und appellieren an die Einstellung

Wie reagiert der ETuS/DJK Schwerte auf die 0:8-Pleite? Kann der Geisecker SV seinen gelungenen Saisonstart untermauern? Und in welche Richtung schlägt das Pendel beim VfL Schwerte aus?

Die Fragen, die sich für das Schwerter Trio der Fußball-Bezirksliga 8 vor dem vierten Spieltag stellen, werden am Sonntagnachmittag in einem Heimspiel und zwei Auswärtspartien beantwortet.

ETuS/DJK Schwerte – SSV Mühlhausen (Sonntag, 15.15 Uhr, EWG-Sportpark Schwerte-Ost)

Eine Klatsche der Größenordnung des vergangenen Sonntags beim TuS Hannibal, die bei etwas mehr Konsequenz des Gegners sogar zweistellig hätte ausfallen können, schüttelt man normalerweise nicht einfach so aus den Kleidern. Doch ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss versucht sich im positiven Denken und erinnert an ein Spiel in der Vor-Corona-Zeit. „Damals haben wir bei TSK Hohenlimburg auch mal so hoch verloren und haben dann eine Siegesserie gestartet“, sagt der Trainer. Stimmt – in der Saison 2019/20 war das. Der ETuS/DJK verlor mit 1:8 in Hohenlimburg und ging in den folgenden vier Spielen als Sieger vom Platz.

Nun hofft Haberschuss auf einen ähnlichen Effekt. „Das 0:8 sollte für jeden ein Weckruf gewesen sein. Allerdings wird es am Sonntag kaum einfacher“, meint der Coach. Denn auch Mühlhausen darf man getrost zu den besseren Teams der Liga zählen, zudem wird die Schwerter Auswechselbank wegen mehrerer Ausfälle nach wie vor ziemlich dünn besetzt sein.

Lüner SV 2 – Geisecker SV (Sonntag, 15 Uhr, Kampfbahn Schwansbell, 44532 Lünen)

Mit sieben von neun möglichen Punkten dürfen die Geisecker ihren Saisonstart als geglückt bezeichnen. Und bei der Lüner Zweitvertretung, die als heißer Abstiegskandidat gehandelt wird, sollten nun die Punkte acht, neun und zehn hinzukommen – oder, Thomas Wotzlawski?

Der Trainer hebt den Zeigefinger: „Die größte Baustelle in der Trainingswoche war der Hinweis darauf, das Spiel unabhängig vom Tabellenstand anzugehen. Keiner weiß, was die Lüner Zweite drauf hat und was sie möglicherweise an Unterstützung von oben kriegen. Außerdem haben wir genug damit zu tun, unsere eigene Suppe zu kochen“, so der Trainer. Trotzdem fahre man mit breiter Brust nach Lünen, macht Wotzlawski klar.

BV Brambauer – VfL Schwerte (Sonntag, 15.15 Uhr, Glückauf Arena, Am Freibad, 44536 Lünen)

Auch wenn Abwehrspieler Nils Berg mit einer Bänderverletzung, die er sich am Sonntag gegen Körne zugezogen hat, länger ausfallen wird, stelle sich die personelle Situation besser dar als zuletzt, sagt VfL-Trainer Dominik Buchwald. Mit Torjäger Aleksandar Djordjevic, der seine Sperre abgesessen hat, sowie Mark Moldenhauer, Karafe Traoré und Lukas Beßlich sind vier zuletzt fehlende Spieler wieder einsatzbereit.

Für die Partie beim noch sieglosen BV Brambauer (ein Unentschieden, zwei Niederlagen) appelliert Buchwald einmal mehr an die Einsatzbereitschaft seiner Spieler. „Wir sind nicht in der Position, locker flockig in die Spiele zu gehen, sondern müssen immer an unsere Grenzen gehen“, sagt Buchwald, der die aktuell ausgeglichene VfL-Bilanz (ein Sieg, eine Niederlage, ein Unentschieden) nur allzu gerne in den positiven Bereich bringen würde.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch