Gut 500 Pappkameraden mit dem Konterfei von Fans der Iserlohn Roosters schmücken die Tribünen der eissporthalle am Seilersee. © picture alliance/dpa
Eishockey

Starkes Spiel der Iserlohn Roosters – mit Déjà-vu-Erlebnis für einen Spieler inklusive

Mit dem Team der Stunde aus Bremerhaven hatten es die Iserlohn Roosters am Sonntagabend zu tun. Und immerhin: Leer ausgegangen sind die Iserlohner gegen den Tabellenführer nicht.

Gegensätzlicher hätten die Formkurven der beiden Konkurrenten, die sich da zur Partie der Deutschen Eishockey-Liga (Penny-DEL) gegenüberstanden, nicht sein können: Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven waren mit der Empfehlung von acht Siegen aus den vergangenen neun Spielen ins Sauerland gekommen, während die Roosters zuletzt dreimal in Folge als Verlierer vom Eis gegangen waren.

Von diesen unterschiedlichen Trends war auf dem Eis vor 520 Pappkameraden, die mittlerweile die Ränge der Eissporthalle am Seilersee schmücken, aber nichts zu sehen. In einem ausgeglichenen Spiel gingen die Gäste in Überzahl in Führung (7.).

Schuss in den Winkel und ein Kontertor

Doch Dieter Orendorz mit einem Schuss in den Winkel (11.) und Top-Scorer Joe Whitney (21.) mit einem Kontertor zu Beginn des zweiten Drittels drehten nach dem 0:1 die Partie. Im letzten Drittel glichen die Bremerhavener, die 20 Schüsse mehr abgaben als die Gastgeber, zum 2:2 aus, sodass es in die Verlängerung ging. Hier schossen die Pinguins schnell das 3:2-Siegtor und nahmen den Extrapunkt mit in den Norden.

So blieb den Roosters ein Zähler und die Erkenntnis, gegen einen starken Gegner gut gespielt zu haben: „Es war ein qualitativ gutes Spiel mit hohem Tempo“, fasste Iserlohns Trainer Jason O’Leary den Spielverlauf zusammen.

Eine Art Déjà-vu-Erlebnis war das Spiel für Torwart Janick Schwendener, für den es der zweite Saisoneinsatz war. Gegen Düsseldorf am 7. Januar (5:6) hatte er bei einigen Gegentoren eine unglückliche Figur abgegeben, nun auch beim ersten Gegentreffer gegen Bremerhaven.

In beiden Spielen konnte sich Schwendener danach stabilisieren und sein Team zwischenzeitlich in Führung gehen. Den Sieg über die Zeit retten konnten die Sauerländer in beiden Fällen mit Schwendener im Tor aber nicht – zweimal unterlagen sie nach Verlängerung.

Schon am Mittwoch (3. Februar) haben die Roosters die Möglichkeit, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Um 20.30 Uhr spielen die Iserlohner bei den Krefeld Pinguinen (live bei Magenta TV). Die Krefelder sind abgeschlagener Tabellenletzter und haben erst drei Saisonpunkte auf ihrem Konto. Sie stammen aus dem ihrem 6:3-Erfolg in Iserlohn am 22. Januar – Zeit für eine Revanche aus Sicht der Iserlohn Roosters.

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