Toni Mrcela ist hier in der Abwehr gefordert. Die gewünschte Stabilität in der Defensive konnte die HSG Schwerte/Westhofen in Dortmund aber nicht an den Tag legen. © Peter Ludewig
Handball-Verbandsliga

Torlos-Phase kostet HSG Schwerte/Westhofen den Sieg im Nachbarschaftsduell

Mit zwei Toren bei einem favorisierten Gegner zu verlieren, ist kein sportlicher Weltuntergang. Zufrieden war der Trainer der HSG Schwerte/Westhofen mit der Leistung seines Teams aber nicht.

Tim Decker hatte nicht die allerbeste Laune am Sonntagabend. „Mit dieser Leistung können wir nicht zufrieden sein“, meinte der Trainer der HSG Schwerte/Westhofen nach der 29:31-Niederlage im Verbandsliga-Nachbarschaftsduell beim OSC Dortmund.

Nach einer torreichen und ausgeglichenen ersten Halbzeit wurden beim Stand von 17:17 die Seiten gewechselt. „17 Gegentore in einer Halbzeit sind sicherlich nicht der Traum eines Trainers. Wir haben leider in der Abwehr keinen Zugriff bekommen, sodass der OSC immer wieder in die Lücken stoßen konnte“, analysierte der Coach.

Entscheidende Schwächeperiode nach dem 23:23

Auch beim 23:23 hatte die Gleichstand noch Bestand (43.), aber dann erlaubten sich die Schwerter eine Schwächeperiode, die sie entscheidend ins Hintertreffen brachte. Ziemlich genau zehn Minuten blieben die Gäste torlos und versiebten in dieser Phase jede Menge Möglichkeiten. Die Dortmunder dagegen kamen durch je zwei Tore ihrer Top-Spieler Herzog, Maystrenko und Brauckmann zu sechs Treffern am Stück und hatten sieben Minuten vor Schluss beim Stand von 29:23 die Weichen auf Sieg gestellt.

Aber noch war die HSG Schwerte/Westhofen nicht geschlagen. Als Youngster Niklas Lohölter 80 Sekunden vor Schluss auf 28:30 verkürzte, keimte nochmal Hoffnung auf, die der OSC aber schon im Gegenzug zunichte machte.

HSG Schwerte/Westhofen ist Tabellenfünfter

„Letztlich muss man feststellen, dass wir nicht an unserem Limit gespielt haben und deshalb auch nicht für den Sieg in Frage kamen“, lautete Tim Deckers Schlussfazit nach der zweiten Saisonniederlage der HSG, mit der sie auf den fünften Platz zurückgefallen ist.

OSC Dortmund – HSG Schwerte/Westhofen 31:29 (17:17)

Schwerte/Westhofen: Mike Krüner, Daniel Evangelou – Louis Weinberger (1), Tim Gurol (4/2), Niklas Lohölter (1), Nico Paukstadt (2), Alexandr Denissov (10), Toni Mrcela (4), Lennart Schwies, Björn Stübe, Maximilian Kreul, Sönke Braß (2), Christoph Kämper (5), Till Meiser.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch