Bevor er am Donnerstagabend erstmals das Training leitete, wurde Peter Habermann beim SC Hennen offiziell als neuer Trainer vorgestellt (v.li.): Co-Trainer Lukas Glingener, Sportlicher Leiter Marvin Horn, Trainer Peter Habermann sowie die Betreuer Yasar Koc und Ricky Bohn. © Manuela Schwerte
Fußball-Bezirksliga

Trainer Peter Habermann ist zurück beim SC Hennen: „Bin 72 und fühle mich wie 27“

Beim noch sieglosen Fußball-Bezirksligisten SC Hennen hat Peter Habermann am Donnerstagabend das Trainer-Zepter übernommen - ein erfahrener Coach kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Wenn der SC Hennen am Sonntag zum Keller- und Nachbarschaftsduell der Bezirksliga 6 beim SSV Kalthof antritt (Sonntag, 15 Uhr, SSV-Arena, Refflingser Straße, 58640 Iserlohn), wird an der Seitenlinie der „Zebras“ ein Rückkehrer stehen. Peter Habermann (72), mit dem die Hennener vor zehn Jahren mit dem Aufstieg in die Landesliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierten, ist wieder da. Wir haben mit dem Trainer vor seinem Wiedereinstieg gesprochen.

Herr Habermann, als die Anfrage vom Sportlichen Leiter Marvin Horn kam – mussten sie lange überlegen?

Als er mich angeschrieben hatte, um Kontakt mit mir aufzunehmen, hatte ich mir schon sowas gedacht. Der Kontakt nach Hennen war nie ganz abgerissen. Und warum sollte ich es nicht machen? Es ist noch früh genug in der Saison – es ist sicherlich besser, jetzt sofort einzusteigen als zum Beispiel erst im Januar.

Bis vor rund zwei Wochen waren sie noch Trainer der zweiten Mannschaft des FC Iserlohn. Als sie dort aufgehört haben, hatten Sie da eigentlich gedacht, dass dies mit 72 Jahren das Ende Ihrer langen Trainerkarriere sei?

Sagen wir es mal so: Dass ich nochmal Trainer in Hennen werde, hätte ich ganz sicher nicht gedacht. Natürlich muss man in meinem Alter schon mal ein bisschen auf den Tacho gucken. Aber solange die Gesundheit mitspielt, bin ich einfach gerne mit jungen Leuten zusammen. Ich bin zwar 72, aber dann fühle ich mich wie 27. Und natürlich habe ich auch mit meiner Frau darüber gesprochen. Auch sie war einverstanden – wohl auch, weil sie sofort gemerkt hat, dass ich zuhause sowieso nur unruhig wäre, wenn ich es nicht machen würde.

Wie gut kennen Sie die aktuelle Mannschaft des SC Hennen? Haben sie in dieser Saison schon ein Spiel gesehen?

Nein, gesehen habe ich noch kein Spiel – das ging ja nicht, weil ich noch Trainer in Iserlohn war. Den einen oder anderen Spieler kenne ich noch von früher – Tayfun Öztürk zum Beispiel war damals schon dabei oder auch die Rudzinski-Brüder und Torwart Stefan Drews. Insgesamt weiß ich, dass es eine sehr junge Mannschaft ist – genau das ist es aber auch, was mich reizt: mir jungen Leuten zu arbeiten.

Am Donnerstagabend haben Sie schon das Training geleitet – Ihr erster Eindruck?

Ich habe einen guten Eindruck von der Mannschaft gewonnen – sie ist jung, aber sehr motiviert und aufnahmebereit.

Nun geht es zum Auftakt nach Kalthof – kein unwichtiges Spiel, richtig?

Natürlich nicht – beide Mannschaften sind punktgleich mit erst einem Punkt. Und dann ist natürlich auch ein Nachbarschaftsduell, das sorgt für zusätzliche Brisanz. Viel verändern werde ich für Sonntag noch nicht, ich muss die Mannschaft erstmal richtig kennenlernen. Aber ich werde schon dafür sorgen, dass die Jungs motiviert sind.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch