Dustin Zahlmann (re.) musste mit dem VfB Westhofen um den Sieg zittern. © Manuela Schwerte
Fußball-Kreisliga A

VfB Westhofen: Fliegende Trinkflaschen und ein Schreckmoment in der Schlussphase

Es war ein turbulentes Heimspiel des VfB Westhofen in der Kreisliga A1 Dortmund. Trinkflaschen flogen umher, das Wetter schlug um. Und dann erlebte der VfB noch eine Schrecksekunde.

Das war nichts für schwache Nerven, was der VfB Westhofen im Spitzenspiel der Kreisliga A1 Dortmund am Sonntag gegen den VfR Kirchlinde ablieferte. Die Anhänger wurden durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt – inklusive eines Schreckmoments in der Nachspielzeit.

Nach den siegreichen Partien beim VfL Hörde und gegen den TuS Holzen-Sommerberg sowie dem Remis beim TuS Rahm bestand der VfB erneut einen Härtetest auf dem langen Weg zum Aufstieg. Westhofen bleibt auch nach elf Spielen ungeschlagener Spitzenreiter und mit der Partie an der Flora beim TSC Eintracht Dortmund wartet die nächste schwierige Hürde.

VfB Westhofen: Trinkflaschen fliegen umher

„Es war ein spannendes Spiel – bis zum Schluss“, meinte VfB-Trainer Lothar Huber nach dem 3:2-Erfolg gegen den Tabellenzweiten aus Kirchlinde. So spannend, dass Christoph Pajdzik, der impulsivere Teil des Westhofener Trainerduos, schon mal die ein oder andere Trinkflasche zu Boden pfefferte.

Ex-Profi Lothar Huber ist, zumindest nach Außen, der ruhigere und gelassenere Part. „Ich denke, dass wir es auch spannend gemacht haben“, analysierte er. „Denn da war der Elfmeter, der muss rein“, sprach er die vergebene Führung bereits in der zehnten Minute an. Michel Amaral war gelegt worden, doch Giuseppe Restieri ließ die Großchance vom Punkt liegen.

Stattdessen klingelte es nur wenige Minuten später nach einer Ecke im Westhofener Kasten – 0:1. „Das war natürlich für die Moral der Mannschaft schlecht. Aber sie hat sich da raus geholt und wir gehen dann mit 2:1 in Führung“, konnte Huber zufrieden feststellen. Santo Viola hatte sogar noch eine dicke Chance zum möglichen 3:1 zur Pause.

VfB Westhofen kämpft mit dem Wetter

Dann folgten Wetterkapriolen. Starker Wind und strömender Regen machte beiden Teams zu schaffen. „In der zweiten Halbzeit war es auch für Kirchlinde einfacher mit Wind. Da haben sie mehr Druck gemacht. Wir konnten uns nicht mehr so befreien“, erkannte Huber die Schwächeperiode seiner Elf. Kirchlinde ließ schon aufblitzen, warum sie in der Spitzengruppe mitmischen. Der VfB produzierte immer wieder Fehlpässe im Mittelfeld, die einen guten Spielaufbau verhinderten.

Doch Westhofen fing sich. „Komischerweise wurde es erst mit dem 2:2 bei uns besser. Dann haben wir mehr kombiniert, mehr gespielt und machen, Gott sei dank, das 3:2“, blickte Lothar Huber zurück. Giuseppe Restieri hatte sich mit Jannik Braß über die linke Seite durchgespielt und in der Mitte war Domenico Restieri der Abnehmer, der zum 3:2 (80.) einschoss – direkt vor der Tribüne, auf der entsprechend gejubelt wurde.

Doch die Anhänger mussten noch weiter zittern, denn zwei weitere Chancen zur Entscheidung ließ der VfB erneut aus. Und in der Nachspielzeit, als Kirchlinde Mann und Maus bei zwei Ecken mit nach vorne schickte, zappelte der Ball plötzlich im Netz der Westhofener. Bange Blicke auf der nun stillen Tribüne, doch der Schiedsrichter hatte den Überblick bewahrt und ein Foul am VfB-Schlussmann Dominic Sousa da Costa erkannt.

Nur wenige Momente später folgte dem Schreckmoment ausgelassener Jubel, denn mit dem Abpfiff konnten die Anhänger mit der Mannschaft den zehnten Saisonsieg feiern. „Ich denke, es war verdient, weil wir unter dem Strich die besseren Chancen hatten“, fasste Lothar Huber zusammen. Christoph Pajdzik strahlte nach dem Spiel: „Das hat Spaß gemacht. Ich habe vorher zu Lothar gesagt: Es wird ein geiles Spiel und wir gewinnen kurz vor Schluss.“ Er sollte recht behalten.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Jörg Krause (Jahrgang 1967) ist seit Mitte der 1990er-Jahre als freier Mitarbeiter in der Schwerter Lokalsportredaktion unterwegs. Vor allem in Sachen Fußball ein wandelndes Lexikon.
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