Youngster Daniel Schmidt (li.) und der SC Berchum/Garenfeld © Manuela Schwerte
Fußball

Viele Verletzungen, leider auch ein Kreuzbandriss: „Es spielen alle, die laufen können“

Vor dem Achtelfinalspiel am Mittwochabend hat der SC Berchum/Garenfeld viele verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Einen Abwehrspieler hat es besonders hart getroffen.

Wenn man als Landesligist zu einem Kreispokalspiel bei einer zwei Klassen tiefer spielenden Mannschaft zu Gast ist, nutzt der Trainer der klassenhöheren Mannschaft diese Partie normalerweise gerne, um Dinge auszuprobieren und Kaderspielern, die in der Meisterschaft nicht regelmäßig zum Einsatz kommen, Spielpraxis zu verschaffen.

Im Falle des SC Berchum/Garenfeldes und seines Coaches Fabian Kampmann sieht dies am Mittwochabend aber anders aus. „Es spielen alle, die laufen können“, sagt Kampmann vor dem Achtelfinalspiel des Hagener Kreispokals beim FC Polonia Hagen, das um 19 Uhr auf dem Kunstrasenplatz Vossacker, 58089 Hagen angepfiffen wird.


Vor allem im Defensivbereich ist die Personaldecke ziemlich dünn. Eugen Melikhov, Oguzhan Ayhan und Manuel Pais fallen schon länger aus, wobei das Verletzungspech bei Letztgenanntem am härtesten zugeschlagen hat. Der Innenverteidiger hat sich in der Anfangsphase des Spiels gegen Rot-Weiß Lüdenscheid am 3. Oktober eine Knieverletzung zugezogen, die mittlerweile als Kreuzbandriss diagnostiziert wurde. „Ohne Manuel haben wir in drei Spielen zehn Gegentore kassiert“, unterstreicht Kampmann die Bedeutung und den Wert des Innenverteidigers für sein Team.

Nach besagtem Pokalspiel haben die Berchum/Garenfelder am kommenden Sonntag dann spielfrei. Denn der FSV Werdohl, der eigentlich als Gegner des SC auf dem Spielplan stand, hat seine erste Mannschaft vor knapp zwei Wochen aus personellen Gründen vom Spielbetrieb abgemeldet und steht als erster Absteiger aus der Landesliga 2 fest.

Kampmann: „Kader ist breit aufgestellt“

Somit haben die Berchum/Garenfelder am kommenden Wochenende noch nicht die Möglichkeit, ihre zurzeit ausgeglichene Bilanz (zwei Siege, zwei Niederlagen, drei Unentschieden) in den positiven Bereich zu bringen. Dass dies aber auf Dauer der Fall sein wird, daran hat Trainer Kampmann keine Zweifel. „Obwohl zuletzt viele Spieler ausgefallen sind, haben wir gepunktet. Es macht sich bezahlt, dass unser Kader breit aufgestellt ist“, stellt Kampmann fest.

Dabei sind es doch auch „nur“ vier Punkte Abstand zur Abstiegszone. Aber seine Blicke richten sich nicht nach unten, sagt der SC-Trainer. „Dazu ist die Qualität, die wir in der Mannschaft haben, einfach zu gut.“

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch