Meisterjubel 2011: Die Handballerinnen der HSG Schwerte/Westhofen stiegen damals in die Verbandsliga auf. © Bernd Paulitschke
Handball

Vor 10 Jahren: Als eine Mixtur aus Erfahrung und Jugend in die Verbandsliga stürmte

Der Jubel war groß, fast auf den Tag genau vor zehn Jahren - kein Wunder, denn den Handballerinnen der HSG Schwerte/Westhofen war etwas Beachtliches gelungen: der Aufstieg in die Verbandsliga.

Am drittletzten Spieltag der Frauenhandball-Landesligasaison 2010/11 war‘s amtlich: Die Handballerinnen der HSG Schwerte/Westhofen standen als Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga fest.

Der Meistermacher auf der Trainerbank vor zehn Jahren war Henning Becker, der rückblickend „die Mixtur aus Erfahrung und Jugend“ als maßgeblichen Erfolgsfaktor bezeichnet.

Ein Jahr vorher A-Jugend-Westfalenmeister

Ein Jahr zuvor hatte Becker noch mit der weiblichen A-Jugend den Westfalenmeistertitel nach Schwerte geholt. Leistungsträgerinnen dieser Mannschaft wie Spielmacherin Agnetha Peters, Torjägerin Anna Köhler oder auch das Torhüter-Gespann Paula Petersen/Natascha Turner wurden auf Anhieb in ihrem ersten Seniorenjahr zu Stützen der Landesliga-Mannschaft.

Zusammen mit routinierten Spielerinnen wie Kapitänin Katrin Nafe, Anja Brinkmann, Tatjana Peters oder Trainerfrau Sandra Becker ergab sich die erwähnte gesunde Mischung, die mit Ausnahme eines einzigen Ausrutschers (15:16 beim ETSV Witten) gewinnen konnte. „Nur ein kleiner Klecks“ titelten wir damals – mehr war es wirklich nicht, denn ansonsten zogen die Schwerterinnen unbeirrt an der Tabellenspitze ihre Bahnen.

Als die zweite Mannschaft der HSG Menden-Lendringsen, seinerzeit der einzige ernsthafte Mitkonkurrent um den Titel, am zweiten Rückrundenspieltag in Menden mit 26:20 in die Schranken gewiesen wurde, hatte der Aufstieg schon zu einem relativ frühen Zeitpunkt der Saison konkrete Konturen angenommen.

Henning Becker: „Die Chemie hat gestimmt“

Gut zwei Monate später durfte dann über den Sprung in die Verbandsliga gejubelt werden – und gefeiert. Auch in dieser Hinsicht habe das Team vor zehn Jahren seine Qualitäten gehabt, verrät Trainer Henning Becker. „Die Chemie innerhalb der Mannschaft hat definitiv gestimmt“, erinnert sich der Coach.

Ein Beleg für dieses intakte Gefüge waren die beiden Spielerinnen Anika Wohlmeiner und Ann-Cathrin Raulf, die damals für jedes Training und jedes Spiel mit dem Zug aus Warstein nach Schwerte reisten – einen Aufwand, den sie wohl betrieben hätten, wenn der Spaßfaktor in der Mannschaft nicht so hoch gewesen wäre.

Auf das Trainerteam war Verlass

In positiver Erinnerung geblieben ist Henning Becker aber auch das Zusammenwirken des Trainerteams. Auf Torwarttrainer Jürgen Porbeck und Co-Trainer Sascha Stickan habe er sich stets verlassen können, so Becker. Stickan war es dann auch, der Henning Becker schon im Laufe der Hinrunde der ersten Verbandsligasaison auf der Trainerbank beerbte und dessen erfolgreiche Arbeit fortführte.

Als weitere Trainer folgten im Laufe der Jahre dann Thorsten Stange, Kai Harbach und nicht zuletzt Mischa Quass, unter dem im vergangenen Jahr sogar der Aufstieg in die Oberliga gelungen ist – nach einer neunjährige Verbandsliga-Ära, die die damalige Landesliga-Meistermannschaft vor zehn Jahren eingeleitet hat.

Das Team der HSG Schwerte/Westhofen, das 2011 in die Frauenhandball-Verbandsliga aufgestiegen ist: Patricia Lemke, Paula Petersen und Natascha Turner im Tor sowie die Feldspielerinnen Anika Wohlmeiner, Annelie Küper, Lisa Dutkiewicz, Joyce Wicke, Melanie Wolff, Cynthia Matzat, Ann-Cathrin Raulf, Agnetha Peters, Anna Köhler, Tatjana Peters, Anja Brinkmann, Katrin Oswald, Daphne Rost, Sandra Becker und Laureen Jacke. Trainer war Henning Becker, unterstützt von Co-Trainer Sascha Stickan und Torwarttrainer Jürgen Porbeck.

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Michael Doetsch