Futsal

Vor zehn Jahren: ein Meilenstein in der Holzpfosten-Vereinsgeschichte

Nils Klems, Florian Riesewieck, Daniel Otto, Philip Oldenburg und Co. - die erste Generation der Holzpfosten-Futsaler prägte eine Ära. Vor zehn Jahren feierten sie eine Premiere.
Hochkonzentriert vor zehn Jahren (v.li.): Die Holzpfosten-Spieler Stephan Kleine, Martin Baumdick, Daniel Otto und Florian Ruß. © Oskar Neubauer

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte von Holzpfosten Schwerte 05 liegt fast auf den Tag genau zehn Jahre zurück. Rund 450 Zuschauern waren seinerzeit Augenzeuge der Regionalliga-Partie zwischen den „Pfosten“ und dem Westrivalen UFC Münster,

Die Alfred-Berg-Sporthalle, damals wie heute die Heimspielstätte der Holzpfosten-Futsaler, war am 22. Oktober 2011 der Austragungsort des ersten Futsal-Ligaspiels auf Schwerter Boden. Anschließend gab es damals jede Menge Lob für die Holzpfosten von allen Seiten für ein stimmungsvolles Event vor vollen Tribünen gab.

Futsal als Sportart steckte damals noch in den Kinderschuhen. Der junge Schwerter Klub leistete Pionierarbeit, indem er diese hierzulande noch weitgehend unbekannte Variante des Hallenfußballs mit großem Engagement und viel Herzblut pushte.

Auf die Fan-Unterstützung konnten sich die Holzpfosten-Futsaler bei ihrer Premiere vor zehn Jahren verlassen. © Oskar Neubauer © Oskar Neubauer

Schnell entwickelte sich „Futsal made in Schwerte“ zu einer echten Erfolgsstory. Schon im Frühjahr 2011 hatten es die Schwerter bis ins Final-Four-Turnier um den DFB-Futsal-Cup am Nürburgring geschafft. In den Folgejahren etablierten sie sich im Kreis der absoluten Top-Mannschaften, boten ihren enthusiastischen Fans im Laufe der Jahre jede Menge sportliche Highlights und stürmten 2014 und 2015 sogar ins Finale um die Deutsche Meisterschaft – was waren das noch für Futsal-Zeiten!

Besagte Ligaspiel-Premiere ging übrigens damals knapp mit 4:5 verloren. Gespielt für die Holzpfosten bei diesem Premierenspiel haben Daniel Otto, Oliver Manz, Marc Nebgen, Florian Riesewieck, Tino Ruggio, Rico Zimek, Nils Klems, Philip Oldenburg, Stephan Kleine, Martin Baumdick, Kai Kunsmann und Florian Ruß – der eine oder andere „Pfosten“-Fan dürfte wehmütig werden beim Blick auf diese Aufstellung.

Daniel Otto in Aktion: Der Torwart war jahrelang der große Rückhalt der Holzpfosten-Futsaler. © Oskar Neubauer © Oskar Neubauer

Heute ist von dieser „ersten Generation“ der Holzpfosten-Futsaler keiner mehr am Ball. Ex-Nationalspieler Marc Nebgen ist zwar noch im Dunstkreis des aktuellen Schwerter Regionalliga-Teams, hat in dieser Saison aus zeitlichen Gründen aber noch kein Spiel absolviert.

Heute backen die „Pfosten“ kleinere Brötchen

Aus sportlicher Perspektive bleibt festzustellen, dass Holzpfosten Schwerte 05 im Vergleich zu früheren Jahren kleinere Brötchen backen muss. Nach Einführung der Bundesliga mit Beginn dieser Saison ist die Regionalliga West nur noch die zweithöchste Spielklasse, in der die „Pfosten“ nach drei Spielen noch sieglos sind.

Und trotzdem lassen die Vereinsverantwortlichen in ihrem Engagement nicht nach. Ankündigungsplakate mit der Aufschrift „Willkommen in der Futsalhauptstadt Deutschlands“ weisen auf das bevorstehende Heimspiel am Samstag gegen die Köln Panthers hin, zu dem die Fans mit einem Grünkohl-Angebot in die Halle gelockt werden – das Bemühen, Heimspiele mit Event-Charakter auf die Beine zu stellen, ist unverkennbar. Nochmal solche Zuschauerzahlen wie vor zehn Jahren zu erreichen, ist heute aber kaum vorstellbar. Denn auch wenn es bitter klingt: Die glorreichen Futsalzeiten der Holzpfosten scheinen vorbei zu sein.