Über 40 Jahre wurde in der Westhofener Halle Rettelmühle Tennis gespielt - demnächst auch noch? © Michael Dötsch
Tennis

Was passiert mit der Tennishalle Rettelmühle? Der Stadt liegt ein Antrag vor

Es ist schon länger bekannt, dass die Tennishalle Rettelmühle verkauft wurde. Was damit passiert, wusste niemand. Jetzt hat die Stadt Schwerte eine Nachricht vom neuen Besitzer bekommen.

Die Sommersaison ist in vollem Gange – logisch, dass die Tennisspielerinnen und Tennisspieler ihren Sport derzeit auf der roten Asche unter freiem Himmel ausüben. In den Herbst- und Wintermonaten geht es dann in die Halle – aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr in die Westhofener Rettelmühle.

Denn mittlerweile haben sich die ohnehin schon nur leisen Hoffnungen zerschlagen, dass es zumindest noch eine zeitlich befristete Zukunft für die Sportart in der Westhofener Halle gibt, in der seit mehr als 40 Jahren die gelben Filzbälle über die Netze geflogen sind.

Klare Absage auf das Angebot der TG Westhofen

„Wir haben nochmal ein Angebot gemacht, auf das der neue Inhaber mit einer klaren Absage reagiert hat. Damit ist das Thema für uns erledigt“, sagt Heiner Möller, Vorsitzender der Tennisabteilung der TG Westhofen. Die TGW-Mitglieder – Seniorenspieler ebenso wie Jugendliche – waren in den vergangenen Jahren ein Hauptnutzer der Halle Rettelmühle.

Zum 1. April dieses Jahres hatte es einen Besitzerwechsel gegeben. Erworben hat das Objekt der Geschäftsführer eines Unternehmens für Industrie- und Kraftwerksreinigung mit Sitz in Bedburg (Rhein-Erft-Kreis). Weil dieser laut Möller in mehreren Gesprächen keine konkrete Antwort auf die Frage gegeben hatte, was er mit der Halle zu tun gedenkt, hatten der TGW-Vorsitzende und seine Mitstreiter gehofft, dass man die Halle zumindest für die bevorstehende Wintersaison nochmal für Tennis nutzen könnte.

Anfrage auf Nutzungsänderung ist gestellt

Aber daraus wird nichts. Die Westhofener und alle anderen Tennisfreunde, die bisher in Westhofen an der Rettelmühle ihren Sport ausgeübt haben, werden sich wohl oder übel nach Alternativen umsehen müssen. Was der neue Besitzer mit dem Objekt vorhat, ist zwar nach wie vor nicht bekannt – auch eine Anfrage dieser Redaktion blieb unbeantwortet – doch er hat Mitte vergangener Woche Kontakt zur Stadt Schwerte aufgenommen. „Es liegt eine Bauvoranfrage auf Nutzungsänderung vor“, bestätigte Stadtsprecher Ingo Rous auf Anfrage. Zu näheren Einzelheiten dieser Anfrage könne er aber noch nichts sagen, so Rous.

Doch damit dürfte endgültig klar sein: Tennis in der Halle Rettelmühle – das ist Vergangenheit. Nach mehr als 40 Jahren.

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Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch

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