Zweikampf aus dem ersten A-Liga-Lokalduell zwischen den beiden Lokalrivalen im Oktober 2016: Westhofens Torschützen Stefan Miller und Anton Bibaj gegen die Holzener Manuel Bauer und Florian Tritt (v.re.). © Manuela Schwerte
Fußball-Kreisliga A

Westhofen gegen Holzen: Bilanz der vergangenen Jahre spricht eine eindeutige Sprache

VfB Westhofen gegen TuS Holzen-Sommerberg - das Lokalduell der Dortmunder Kreisliga A1 am Sonntag ist zugleich ein Spitzenspiel zweier Mannschaften, die noch eine weiße Weste haben.

Die Saison ist noch jung. Der VfB hat vier Spiele, Holzen sogar erst zwei Partien absolviert – und allesamt gewonnen. Zur Einstimmung auf den reizvollen Vergleich am Sonntag um 15 Uhr in der Westhofener GWG-Schwerte-Arena an der Wasserstraße blicken wir zurück auf die Duelle der vergangenen Jahre zwischen den beiden Lokalrivalen.

Erstmals gab es dieses Aufeinandertreffen in der Dortmunder A-Liga in der Spielzeit 2016/17 nach dem Westhofener Abstieg aus der Bezirksliga 2016. Seitdem gab es neun Liga-Partien zwischen den beiden Mannschaften. Die Bilanz spricht klar für Westhofen. Sechsmal trug der VfB den Sieg davon, nur zweimal der TuS Holzen-Sommerberg. Eine Partie endete Remis. Allerdings waren die Westhofener besonders im Holzener Eintrachtstadion erfolgreich – vier Siege und ein Remis. An der Westhofener Wasserstraße, wo am Sonntag gespielt wird, gab es dagegen je zwei Siege auf beiden Seiten.

Die erste Begegnung in der Dortmunder Kreisliga A führte beide Vereine am 9. Oktober 2016 zusammen. Beide Trainer waren damals neu: Sebastian Grundmann hatte Michael Kalwa, der fast zehn Jahre der VfB-Trainer war, in Westhofen beerbt und Georgios Tatsis hatte bei den Holzenern die Nachfolge von Ingo Meyer angetreten. Unter Tatsis’ Regie waren die Holzener nach acht Spielen das einzige ungeschlagene Team der Liga, darunter waren allerdings fünf Unentschieden. Fünf Remis in Folge hatte der VfB Westhofen direkt vor dem Derby hingelegt.

Stefan Miller trifft und sieht die Rote Karte

Am Ende rissen beide Serien, denn Westhofen gewann in Holzen mit 2:1. Lars Maron und Stefan Miller trafen zur 2:0-Führung, David Störmer verwandelte einen Foulelfmeter für die Gastgeber. Auch das Rückspiel im April 2017 gewann der VfB mit 1:0. Im Mittelpunkt stand Stefan Miller, der bereits in der dritten Minute das einzige Tor der Partie erzielte und in der 72. Minute die Rote Karte wegen Nachtretens sah.

Im Oktober 2017 ging dann der Holzener Plan auf – der TuS gewann durch Tore von Tim Trendelkamp und Kresimir Kegalj mit 2:0 in Westhofen. Doch im Rückspiel nahmen die Westhofener erfolgreich Revanche. Beim 3:1 in Holzen drückte Stefan Miller der Partie mit einem Hattrick seinen Stempel auf. Störmer konnte nur noch per Foulelfmeter auf 1:3 verkürzen. Die Trainer Tatsis und Grundmann hörten beide am Saisonende auf.

So jubelte der VfB Westhofen beim 3:1-Derbysieg im Mai 2018 in Holzen. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

In der Saison 2018/19 standen Christoph Pajdzik (VfB) und Olaf Kiesheyer an der Seitenlinie. Westhofen gewann das Heimspiel erneut mit 3:1. Die Holzener Pausenführung durch Falk Trendelkamp (43.), drehte Westhofen durch Lukas Winczura (Handelfmeter), Lukas Wodausch und Mustafa Mecal. Im Rückspiel sahen beide Trainer nach den 90 Minuten ihre Mannschaft jeweils als die bessere. Das Ergebnis lautete 2:2. Marvin Malcherczyk und Mustafa Mecal brachten die Westhofener Gäste mit 2:0 zur Halbzeit in Front. David Störmer und ein Eigentor von Pascal Monczka führten letztlich noch zur Punkteteilung.

Typisches 0:0-Spiel – bis zu Pfeiffers Doppelpack

In der Spielzeit 2019/20 gab es das Lokalduell gleich zum Saisonstart. „Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“ sagte Westhofens Sportlicher Leiter Leonard Gashi, der damals Urlauber Pajdzik als Trainer vertrat. Doch wegen des späten Doppelpacks von Dustin Pfeiffer musste sich der VfB dem Lokalrivalen mit 0:2 geschlagen geben. Noch im Dezember konnte Westhofen aber erneut Revanche nehmen. Die Holzener schossen zwar das erste Tor durch Florian Kaiser, mussten sich aber am Ende deutlich mit 1:4 geschlagen geben. Nicola Frustace doppelt für den VfB. Michalis Kakoulidis und Lukas Winczura trafen ebenfalls.

Zum Auftakt der Saison 2019/20 jubelte der TuS Holzen-Sommerberg in Westhofen. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Und auch in der Saison 2020/21 gab es das Derby am ersten Spieltag – diesmal in Holzen. Arne Werner war beim TuS zum Cheftrainer aufgerückt, beim VfB stand nun Ex-Profi Lothar Huber zusammen mit Christoph Pajdzik in der Verantwortung – beide Trainer-Konstellationen haben auch heute noch Bestand. Holzen-Sommerberg hatte eine Stunde lang mehr vom Spiel und war direkt nach der Pause auch durch Florian Kaiser in Führung gegangen. Am Ende stimmten aber die Westhofener „Derbysieger“-Sprechchöre an. Dank der Restieri-Brüder Giuseppe (2) und Domenico drehten sie das Derby zu einem 3:1-Auswärtssieg.

Vorfreude auf das zehnte Lokalduell

Ein paar Wochen später wurde die Saison dann wegen der Corona-Pandemie abgebrochen. Nun freuen sich aber alle Beteiligten, dass wieder Fußball gespielt wird – und auf das zehnte Lokalderby in der Dortmunder Kreisliga A zwischen dem VfB Westhofen und dem TuS Holzen-Sommerberg.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Jörg Krause (Jahrgang 1967) ist seit Mitte der 1990er-Jahre als freier Mitarbeiter in der Schwerter Lokalsportredaktion unterwegs. Vor allem in Sachen Fußball ein wandelndes Lexikon.
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