Luis Pothmann traf gegen den TuS Hannibal in der Nachspielzeit zum 4:4 - nicht der erste Treffer des Geisecker SV in den Schlussminuten. © Manuela Schwerte
Fußball-Bezirksliga

Wieder ein spätes Tor des Geisecker SV – aber der Top-Spieler hat sich schwer verletzt

Geisecker SV gegen TuS Hannibal - die Bezirksliga-Partie des vergangenen Sonntags mit den tumultartigen Szenen in den Schlussminuten bietet seitdem Gesprächsstoff.

Als Verantwortlicher für den sportlichen Bereich unterhält sich Geiseckes Trainer Thomas Wotzlawski aber viel lieber über den fußballerischen Aspekt der Partie als über die unschönen Begleiterscheinungen – zumal es auch in sportlicher Hinsicht einiges zu sagen gibt zu dem Acht-Tore-Spektakel, nach dem sich die beiden Mannschaften am Buschkampweg mit dem 4:4 die Punkte teilten.

An erster Stelle ist hierbei aber eine bittere Personalnachricht zu vermelden: Ex-Profi Lukas Lenz, erst vor wenigen Wochen zum Geisecker Kader gestoßen, musste nach einem üblen Foul schon nach zehn Minuten ausgewechselt werden. Die bittere Diagnose am Tag danach: Lenz hat sich einen Achillessehnenriss zugezogen.

Lukas Lenz (vorne), hier im Derby gegen den VfL Schwerte, zog sich im Spiel am Sonntag gegen den TuS Hannibal einen Achillessehnenriss zu. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Ein monatelanger Ausfall des Offensivspielers liegt bei der Schwere der Verletzung auf der Hand – möglicherweise sogar mehr als das. Jedenfalls rechnet Geiseckes Trainer Thomas Wotzlawski offenbar nicht mehr mit einem Comeback des prominenten Neuzugangs. „Ohne ein Prophet zu sein: Das bedeutet wohl das Aus des Fußballers Lukas Lenz“, meint der Coach der „Kleeblätter“. Er sei weit davon entfernt, dem foulenden Spieler Absicht zu unterstellen, so Wotzlawski. „Aber Fakt ist auch, dass es eine total unnötige Aktion war.“

Ansonsten lobte Wotzlawski die fußballerischen Qualitäten des Gegners. „Schnell, leichtfüßig, technisch stark – ich habe selten in der Bezirksliga so eine starke Mannschaft gesehen“, sagte Wotzlawski, um dann aber im gleichen Atemzug die Komplimente auf seine eigenen Schützlinge auszuweiten. „Wir haben diesen starken Gegner bespielt, haben bei eigenem Ballbesitz immer nach vorne gespielt und haben uns diesen Punkt deshalb redlich verdient“, analysierte Wotzlawski.

Luis Pothmann rettet das Unentschieden

Und trotzdem: Als die Dortmunder Gäste in der 75. Minute mit 4:2 in Führung gingen, deutete alles auf einen Auswärtssieg für den Tabellenzweiten hin. Aber die Geisecker kamen zurück und glichen durch „Doppelpacker“ Luis Pothmann aus, der in der Nachspielzeit einen Punkt rettete und damit zum wiederholten Mal in dieser Saison für ein Geisecker Happy End in der Restspielzeit jenseits der 90. Minute sorgte.

Genauer gesagt: Im achten Saisonspiel trafen die „Kleeblätter“ zum vierten Mal in der Nachspielzeit – und jedes Mal war es ein entscheidender Treffer, der aus einem Unentschieden einen Sieg oder aus einem Rückstand ein Unentschieden machte. Sechs Punkte holte Wotzlawski mit seinem Team auf diese Art und Weise – ist das nur Zufall und steckt mehr dahinter? „Es ist eine Qualität, bis zum Schluss an sich zu glauben – egal, was man vorher für Rückschläge wegstecken muss. Und dann wird man auch dafür belohnt“, meint der Trainer und ergänzt abschließend „als Info an die Konkurrenz: Der Geisecker SV hört erst auf zu kämpfen, wenn das Spiel abgepfiffen ist.“

Geisecker SV – TuS Hannibal 4:4 (1:1)

Geisecke: Sebastian Beutler, Patrick Filla, Tom Wotzlawski, Luis Pothmann, Maximilian Wolff, Koray Sener, Patrick Pietrzinski, Tobias Thiele (46. Linus Scheen), Mert Yildirim (46. Adam Bouadjaj), Lukas Lenz (10. Florian Ruß), Lukas Schäfer (64. Julian Boethin).

Tore: 1:0 Schäfer (1.), 1:1 (44.), 1:2 (57.), 1:3 (59.), 2:3 Pietrzinski (61., Foulelfmeter), 2:4 (75.), 3:4, 4:4 beide Pothmann (80., 90+4).

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch