Vicky Wolff spielt mit der HSG Schwerte/Westhofen in der nächsten Saison um Oberliga-Punkte. 18 Mannschaften gehen in dieser höchsten Spielklasse auf Ebene des Westfälischen Handballverbandes an den Start. © Bernd Paulitschke
Kommentar

Willkommen im kollektiven Abstiegskampf der Handballer

Die Handball-Ligen sind in der Saison 2020/21 pickepackevoll. Daraus resultieren deutlich mehr Absteiger als gewöhnlich, weshalb unser Autor ein Hauen und Stechen prognostiziert.

Wann kann die Saison 2020/21 beginnen? Wegen der Corona-bedingten Fragezeichen können die Verantwortlichen des Handballverbandes Westfalen diese Frage genauso wenig seriös beantworten wie die Spielplangestalter aller anderen Sportarten.

Aufstellen der Rahmendaten ist keine schlechte Idee

Trotzdem haben sich die Handballfunktionäre Gedanken gemacht, wann und wie die Spielzeit beginnen könnte und nach welchem Modus sie über die Bühne gebracht werden soll.

Bei aller Ungewissheit ist es ganz sicher keine schlechte Idee, solche Rahmendaten aufzustellen – an irgendetwas müssen sich die Vereine bei ihrer Saisonvorbereitungsplanung orientieren.

Ein handballerisches Wünsch-dir-was

Und grundsätzlich ist es sicherlich auch kein falscher Gedanke, die Vereine mit ins Boot zu holen und sie nach ihrer favorisierten Variante zum Austragungsmodus zu befragen.

Aber dieses handballerische Wünsch-dir-was führt andererseits auch dazu, dass es möglicherweise keinen einheitlichen Saisonstarttermin gibt. Die Zeitspanne der Modelle reicht vom 4. Oktober als Auftakttermin bis 1. November – je nachdem, welche Variante eine Mehrheit findet.

Verband will schnell zur Sollstärke zurück

Völlig unabhängig davon darf man für die Saison 2020/21 schon jetzt ein Hauen und Stechen um den Klassenerhalt prognostizieren. Die Wildcard-Regelung, die der Verband nach dem vorzeitigen Ende der Spielzeit 2019/20 angewendet hat, führt zwangsläufig dazu, dass die Spielklassen pickepackevoll sind.

So unterschiedlich die verschiedenen Verbands-Varianten sind, eines haben sie gemeinsam: eine relativ hohe Zahl an Absteigern, vor allem im Männerbereich.

Offenbar wollen die Verbandsverantwortlichen möglichst schnell zur Soll-Stärke der Ligen zurückkehren.

Bis zu 40 Prozent der Teams steigen ab

In Zahlen: Von 34 Verbandsligisten steigen am Saisonende – je nach Modell – 12 oder 13 ab. Von den 70 Landesligisten erwischt es 25 oder sogar 28.

Mit anderen Worten: Bis zu 40 Prozent der Teams steigen ab – willkommen im kollektiven Abstiegskampf!

Über den Autor
Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch