Blutspendetermine sind in Gefahr

Rotes Kreuz sucht verzweifelt Ehrenamtler

Sie schmieren Brötchen, empfangen die Blutspender und betreuen sie. Ohne ehrenamtliche Helfer ist ein Blutspendetermin nicht zu stemmen. Doch das Deutsche Rote Kreuz schlägt Alarm. Es fehlen die Eherenamtler.

Schwerte

, 13.02.2018, 10:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Martin Kolöchter (l.) und Ute Narat (r.) suchen dringend ehrenamtliche Helfer.

Martin Kolöchter (l.) und Ute Narat (r.) suchen dringend ehrenamtliche Helfer. © Manuela Schwerte

„Wenn wir keinen Zuwachs bekommen, können wir die Blutspendetermine so nicht mehr wahrnehmen.“ Martin Kolöchter, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Schwerte, beklagt einen akuten Notstand. Das Problem: Es gibt nicht genügend Mitarbeiter, die bei Blutspendeterminen helfen. „Derzeit sind wir insgesamt acht ehrenamtliche Mitarbeiter, die an solchen Tagen mithelfen“, so die ehemalige Blutspendenbeauftragte der DRK-Ortsgruppe, Ute Narat. Und das seien viel zu wenig.

Es müsste doppelt so viele sein

Niemand dürfe krank werden oder sich etwas anderes vornehmen. Es brauche mindestens doppelt so viele ehrenamtliche Helfer. „Wir hätten gerne wieder einen Pool von Mitarbeitern“, wünscht sich Martin Kolöchter, „dann hätten wir eine größere Flexibilität und wüssten sicher, dass alle Blutspendetermine wie angegeben stattfinden können.“

Insgesamt sind für dieses Jahr wie gewohnt 16 Blutspendetermine vorgesehen, ob die alle stattfinden können, ist allerdings fraglich. Denn zu den Veranstaltungen gehören auch die Bewirtung der Spender mit Essen und Trinken sowie persönliche Gespräche. „Das Rote Kreuz wird deshalb geschätzt, weil es familiär ist, wir wollen uns persönlich um jeden Spender kümmern und Nähe schaffen“, betont Kolöchter. Bis jetzt konnte der DRK-Ortsverein noch alle Termine in Schwerte stemmen, und das möchten Kolöchter und seine Mitstreiter auch in Zukunft gerne tun. „Wir möchten an der Qualität festhalten und suchen deshalb Verstärkung jeden Alters. Man muss dann auch nicht zu allen Terminen kommen.“

Nichts zu tun mit der Blutabnahme

Ute Narat beschreibt die Aufgaben: „Es geht darum, die Anmeldungen entgegenzunehmen, die Blutspender persönlich zu betreuen, das Essen vorzubereiten, aufzufrischen und am Ende alles abzuräumen.“ Mit der Blutabnahme an sich haben die Ehrenamtlichen nichts zu tun. Das alles würde nicht länger als zwei Stunden dauern, und anschließend gehe man auch gerne mal zusammen etwas essen oder trinken.

Jeder, der gerne ehrenamtlich mitarbeiten und den DRK-Ortsverein bei den Blutspenden unterstützen möchte, kann sich bei Ute Narat, Tel. 89644, melden. Um sich genauer zu den Abläufen einer Blutspende zu informieren und offene Fragen zu klären, kann man auch zu einem Info-Termin kommen am Donnerstag, 15. Februar, um 19 Uhr im Werner-Voll-Haus, Lohbachstraße.

Lesen Sie jetzt