161 neue Wohnungen und Eigenheime: In Holzen entsteht neues Viertel

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161 neue Wohnungen und Einfamilienhäuser will die GWG in Schwerte-Holzen bauen. Doch wer sich dafür interessiert, muss sich jetzt schon in eine Liste eintragen.

Schwerte, Holzen

, 15.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der früheste Baubeginn ist Anfang 2021 und die das gesamte Baugebiet wird wohl nicht vor Herbst 2023 fertig sein. Doch wer hier eine Wohnung mieten oder ein Haus kaufen will, muss sich bereits jetzt kümmern.

„Wir haben schon eine Liste mit Interessenten“, erzählt der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Schwerte, Ralf Grobe. Denn das Baugebiet sei begehrt. Nah am Schwerter Bahnhof mit einer Bushaltestelle vor der Tür und direkt neben dem Einkaufszentrum.

Wer sich interessiert, kann sich schon jetzt per E-Mail bei der Wohnungsgesellschaft melden. Am Mittwochabend wurde im Rat der Stadt Schwerte das Bauprojekt auf den Weg gebracht.

2006 wurden die Gärten gekündigt

2006 hatte die Deutsche Nickel den Gärtnern am Rosenweg gekündigt. Das riesige Gelände mit dem Grabeland war für viele Gärtner dort ein Refugium. Längst waren es nicht mehr die Original-Pächter, sondern deren Nachfolger. Das Industrieunternehmen wollte damals die Flächen verkaufen, auch weil man auf die Einnahmen dringend angewiesen war.

Das Areal wurde in zwei Bereiche aufgeteilt. Auf der einen Hälfte entstand 2008 das Einkaufzentrum mit Edeka, Lidl und vielen Parkplätzen. Die zweite Hälfte blieb im Dornröschenschlaf.

Bis 2016 die GWG nach langem Hin und Her die Fläche kaufte. Jetzt, 14 Jahre nach dem Ende der Gärten, ist jetzt zumindest eine Bebauung in Sicht. Der Rat beschloss am Mittwoch erneut ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Erneut, weil ein erster Bebauungsplan gescheitert war. Doch nun soll alles besser werden.

Wohnraum für 400 Menschen

160 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern und Doppelhaushälften plant die GWG. Und auch Sozialwohnungen sollen am Rosenweg entstehen. Insgesamt Wohnraum für 400 Menschen, rechnen die Planer vor.

2018, als man die ersten Pläne vorlegte, waren vor allem Lärmschutz und Altlasten das Problem. Den Lärmschutz will man jetzt durch hohe Gebäude begegnen. Viergeschossig sollen die neuen Häuser werden, die entlang des Rosenwegs gebaut werden. Damit wäre der Schallschutz für die dahinterliegenden Gebäude gesichert.

Auch die Platanenallee, die einst zum Gelände der Deutschen Nickel führte, soll als Weg innerhalb des neuen Baugebietes erhalten bleiben.

In Richtung Westen schließen sich den Mehrfamilienhäusern 16 Doppelhaushälften an. Die sollen mit ihren zwei Geschossen zur bestehenden Bebauung an der Straße Am Großen Feld passen.

66 geförderte Mietwohnungen dabei

Insgesamt sollen 161 Wohneinheiten entstehen. 66 davon fallen unter den geförderten Mietwohnungsbau, 79 sind frei finanzierte Mietwohnungen, hinzu kommen 16 Doppelhaushälften.

So sollen die Häuser auf dem Grundstück gebaut werden.

So sollen die Häuser auf dem Grundstück gebaut werden. © Stadt Schwerte

Die Mehrfamilienhäuser werden mit Tiefgaragen ausgestattet. Der Weg ins Baugebiet führt über die Platanenallee, die zwischen dem Einkaufszentrum und dem neuen Wohngebiet liegt. Im Inneren soll ein verkehrsberuhigter Bereich ausgeschildert werden.

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Lange wurde über mögliche Belastung des Bodens in dem neuen Baugebiet diskutiert. Doch mehrere Gutachten bescheinigen keine relevanten Bodenbelastungen in großen Teilen des Baugebiets. lediglich dort, wo früher mal ein Garagenhof war, sei der Boden erheblich belastet. So die Vorlage für die Ratssitzung.

Ob das am Ende den Baubeginn verzögern könne, müsse nicht sein, glaubt Stadtplaner Christian Vöcks. Im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten (im März) ging er davon aus, dass man die Erschließung des Baugebietes und die Sanierung Hand in Hand machen könne.

Rat lobte die neuen Pläne

Im Rat gab es vor allem Lob und Zustimmung für die neuen Pläne. Der Aufwand den bereits eingeleiteten Bebauungsplan von 2017 nach der großen Kritik im Zusammenhang mit der Offenlage wieder einzukassieren und erneut auszulegen habe sich gelohnt.

Wobei auch zu dem neuen Bebauungsplan, der jetzt veröffentlicht wird, noch Einwendungen gemacht werden können.

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