168 Plätze: Rohrmeisterei hat neue Empore eröffnet

Neue kulturelle Möglichkeiten

Die neue Empore für 168 Personen in der Schwerter Rohrmeisterei wurde am Dienstagabend eröffnet. Der Bau wurde während des laufenden Betriebs realisiert, wodurch es eine außergewöhnliche Baustelle war. Mit den zusätzlichen Plätzen ergeben sich neue kulturelle Möglichkeiten für die Rohrmeisterei.

SCHWERTE

, 01.02.2017, 15:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
168 Plätze: Rohrmeisterei hat neue Empore eröffnet

Offizielle Einweihung der neuen Empore in der Halle 3 der Rohrmeisterei.

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, Halle 3 der Rohrmeisterei habe schon immer eine Empore gehabt. So gut fügt sich der „Balkon“ in den Industriebau am Ruhrufer ein.

60 Kubikmeter Beton und 18.000 Kilogramm Profilstahl sind übers Jahr fast unmerklich verbaut worden, denn der ehrgeizige Plan des Emporen-Baus sollte während des laufenden Betriebs realisiert werden.

Dass das funktioniert hat, erfüllt alle Beteiligten mit besonderem Stolz. Dafür gab es dann bei der offiziellen Eröffnung des kleinen Bauwerks am Dienstagabend auch reichlich Lob.

Keine gewöhnliche Baustelle

Projektleiter David Auerbach vom Architekturbüro Lindner/Lohse aus Dortmund beschrieb am Dienstagabend, dass große Löcher für Fundamente in den Hallenboden eingelassen werden mussten: „Wenn am Wochenende Veranstaltungen in der Halle waren, mussten die Löcher jedoch so geschlossen werden, dass sie unauffällig und vor allem ungefährlich waren. Und die Halle musste stets besenrein verlassen werden.“ Keine gewöhnliche Baustelle also.

Auf der Konstruktion aus Stahl und Beton mit 112 Quadratmeter Fläche finden maximal 168 Menschen Platz – an gedeckten Tischen entsprechend weniger.

Wichtige Rolle für wirtschaftliche Stabilität

Für die Rohrmeisterei, das erklärte Bürgermeister Heinrich Böckelühr den Gästen, berge die Empore große kulturelle Möglichkeiten, denn die Rohrmeisterei könne jetzt auch Künstler verpflichten, die nicht in Veranstaltungsräumen unter 900 Plätzen auftreten.

Philipp Halbach von der Bürgerstiftung Rohrmeisterei hatte bereits in seiner Begrüßungsrede darauf hingewiesen, dass die Empore eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Stabilität der Rohrmeisterei spiele.

Dass der Ausbau ohne öffentliche Fördermittel möglich gewesen sei, lobte der Bürgermeister auch. Er dankte den Stiftern für ihr Engagement.

Bewohner befürchten erhebliche Verkehrsstörungen

Jetzt sei es an der Zeit, den Weg von St. Viktor und dem City-Center-Parkhaus zur Rohrmeisterei für auswärtige Besucher auffindbar und attraktiv zu gestalten, und zwar im Einvernehmen mit den Bewohnern der Altstadt.

Die befürchten durch die Kapazitätserweiterung der Rohrmeisterei, die nur die Sitzplätze, aber nicht die Parkplätze umfasst, erhebliche Störungen durch Gäste auf dem Weg von der Stadt zur Veranstaltungshalle.

Daten zum Emporenbau
- Die Bürgerstiftung hat rund 250.000 Euro in das Projekt investiert
- Architekt Frank Lohse hat auch schon die Pläne für die Goldküche und mit seinem Büro Lindner/Lohse und Partner für den Rohrmeisterei-Umbau von 2001/2003 verantwortlich gezeichnet.
- Die Empore ist 18,5 Meter lang, 6,5 Meter breit und 3,60 Meter hoch. Sie kommt ohne sichtbehindernde Säulen aus.
 

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