25 neue Parkplätze sollen in der Nähe der Schwerter City entstehen

rnVerkehrsplanung

25 neue Parkplätze sollen am Reich der Wassers gebaut werden. Allerdings muss der Rat die Finanzierung neu beschließen. Dafür sorgt ein Gesetz, das für die Corona-Zeit verabschiedet wurde.

Schwerte

, 26.05.2020, 12:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Parkplätze in Schwerte sind ein heiß diskutiertes Thema. Eigentlich gebe es genug, sagen die einen, aber immer wenn man einen sucht, findet man keinen, so die anderen.

Der Parkplatz am Reiche des Wassers ist einer der wenigen Orte, an denen man ohne Parkscheibe kostenfrei sein Fahrzeug abstellen kann. Das sorgt natürlich auch dafür, dass das Areal mit seinen 122 Stellplätzen meist gut ausgelastet ist.

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Doch jetzt will die Stadt den Parkplatz erweitern – und zwar um 25 Stellplätze. Gleichzeitig sollen im Einfahrtsbereich zwei Parkplätze mit Ladesäule für E-Fahrzeuge und ein Ladeschrank für E-Bikes entstehen.

Der größte Teil der neuen Stellplätze ist aber im hinteren Bereich des Areals geplant. Dafür soll aber ein Teil der Grünfläche weichen. Insgesamt sechs Bäume müssen für die Erweiterung laut der Stadtplanung gefällt werden.

Finanzierung muss wegen Corona umgeschichtet werden.

Das Projekt soll in diesem Jahr noch begonnen werden. Doch ganz so einfach ist das nicht. Das hat mit der Corona-Pandemie zu tun. Denn als man im Januar den Haushalt verabschiedete, hatte man noch einen Parkplatz und einen Wohnmobilhafen Am Reiche des Wassers geplant. Da man aber nicht wusste, ob sich das Projekt tatsächlich so umsetzen ließ, belegte man 100.000 Euro der für den Bau veranschlagten 165.000 Euro mit einem Sperrvermerk. In normalen Zeiten eine Proforma Sache. Der Rat nimmt den Sperrvermerk zurück und die Verwaltung kann mit dem Bau loslegen.

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Doch in der Gesetzgebung zur Coronakrise hatte das Land verfügt: Kommunale Parlamente und Kämmerer dürfen in diesem Jahr nicht nur keine neuen Sperrvermerke erlassen, sondern auch die alten nicht aufheben. Dadurch kommt die Stadt nicht an das Geld, das sie eigentlich im Haushaltsentwurf bereits eingeplant hatte.

Um den Parkplatz dennoch bauen zu können, muss der Rat jetzt eine außerplanmäßige Auszahlung beschließen. Letztlich ändert sich dadurch nichts, denn die Bausumme bleibt mit 165.000 Euro gleich.

Wohnmobilhafen von Privat-Investor geplant

Die Pläne für den Ausbau haben sich aber dennoch geändert. Denn der einst angepeilte Wohnmobilhafen lässt sich nicht so umsetzen. „Die ursprünglich angedachte Anlage eines Wohnmobilhafens im nördlichen Bereich des Parkplatzes

im Zuge der Parkplatzerweiterung ‚Im Reiche des Wassers‘ gestaltet sich auf Grund fehlender Ver- und Entsorgungseinrichtungen als nicht realisierbar“, heißt es in einer Verwaltungsvorlage, die Stadtplaner Christian Vöcks erstellt hat.

Der Wohmobilhafen am südlichen Ende der Altstadt ist damit aber nicht vom Tisch. Es gebe einen Privaten Investor, der so ein Projekt im südlichen Bereich des Parkplatzes umsetzen wolle.

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