4000. Herzschrittmacher implantiert

SCHWERTE „Ich fühle mich gut. Wie neu geboren“. Ilse Böhm ist glücklich. Zufrieden ist auch Dr. Alfons Drüke. Denn dem Oberarzt der Inneren Abteilung im Marienkrankenhausewar es vorbehalten, den 4000. Herzschrittmacher zu implantieren

24.07.2007, 13:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

 „Bei uns hat die Herzschrittmachertherapie eine lange Tradition. Der damalige Chefarzt Dr. Horst Mertens setzte im Marienkrankenhaus Ende der 60-er Jahre das erste Gerät ein, als in Schwerte und Umgebung, selbst in Dortmund, noch keine derartigen Implantati-onen stattfanden“, erläutert Drüke.

Konzept erfolgreich fortgesetzt

Inzwischen hat sich auf diesem Feld viel getan. Es handelt sich jedoch immer noch um einen operativen Eingriff“, so  Drüke, der als Kardiologe und Angiologe nach dem Ausscheiden von Dr. Mertens im Marienkrankenhaus neben dem Magen-Darm-Schwerpunkt unter Leitung von Prof. Heinz-Georg Rohner das Konzept der Herz- Kreislaufbehandlungen in der Klinik erfolgreich fortsetzte. „Mir steht im Operationssaal ein Team aus Chirurgen und Anästhesisten zur Seite. Wobei die Chirurgen für einen optimalen Operationsverlauf und eine gute Wundheilung sorgen und die Anästhesisten für die Überwachung der vitalen Körperfunktionen und für eine eventuell erforderliche Narkose bereit stehen. Das schafft Sicherheit“, setzt der Oberarzt auf oberste Sorgfalt.

87-Jährige bereut die Operation nicht

Und Ilse Böhm pflichtet ihm bei. Die 87-Jährige hat es nicht bereut, sich operieren zu lassen. Die rüstige Schwerterin geht fünfmal in der Woche zum Schwimmen und ist ältestes Ehrenmitglied des Schwimmvereins Schwerte 06. Ihr Herzschrittmacher sorgt dafür, dass ihr Herz wieder schneller schlägt. Das Implantat überwacht die Herzaktivität, sendet elektrische Impulse, wenn kein herzeigener Rhythmus vorliegt und veranlasst den Herzmuskel, sich zusammenzuziehen. „Damit gewährleistet der Herzschrittmacher einen regelmäßigen und schnelleren Herzschlag“, führt Dr. Drüke aus. Eingebettet ist die Schrittmacher-Therapie im Marienkrankenhaus in ein umfang-reiches Konzept zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Beschwerden - von der nicht-invasiven Kardiologie bis zur Behandlung von Schlaganfällen. „Dazu haben wir vor vier Jahren eigens eine Schlaganfall-Schwerpunktstation aufgebaut“, verweist der Arzt darauf, dass seine Spezialkenntnisse der Sozialmedizin und Rehabilitation dort besonders gefragt seien.

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