75 neue Plätze ab 2020? Diakonie Schwerte nennt Details für die neue Kita Ruhrauen

rnGebäude an der Schützenstraße 14a

75 neue Kindergarten-Plätze, bezahlbarer Wohnraum, Angebote für alle Generationen - es sind große Pläne, die Diakonie und evangelische Kirchengemeinde Schwerte für die Schützenstraße haben.

Schwerte

, 28.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein Verbundprojekt für die Schützenstraße 14a“ - so nennt die Diakonie das, was in den kommenden Jahren zwischen Schützenstraße und Mühlenstrang entstehen soll. Was im Detail dahintersteckt, hat Volker Holländer, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, jetzt Schwertes Politikern vorgestellt.

? Wieso ist das ein „Verbundprojekt“?

Weil es ein großer Gebäudekomplex wird mit unterschiedlicher Nutzung. An der Schützenstraße 14a, also hinter dem Ambulant Betreuten Wohnen des Netzwerks Diakonie und neben dem Grete-Meißner-Zentrum, sollen bald zwei vierstöckige Gebäude stehen, verbunden durch ein durchlaufendes Erdgeschoss.

In diesem Erdgeschoss wird die Kita beheimatet sein, darüber liegen Eigentums- und Mietwohnungen: mit bezahlbarem Wohnraum, mit alten- und behindertengerechten Wohnungen, mit Unterstützung für Senioren und mit Bevorzugung von Benachteiligten - Diakonie-Geschäftsführer Holländer nannte in diesem Zusammenhang Alleinerziehende.

Es soll 17 öffentlich geförderte Wohnungen geben sowie 4 frei finanzierte.

? Wie viele Plätze wird es in der Kita geben?

Die Rede ist von 75 Plätzen insgesamt: 59 für Ü3-Kinder, 16 für U3-Kinder. Die Diakonie plant die Einrichtung von vier Gruppen, je zwei im linken und im rechten Teilgebäude der Kita. Alle Kinder kommen jedoch durch einen gemeinsamen Eingangsbereich in ihre Gruppenräume.

? Bekommt die Kita ein besonderes Angebot?

Bei dieser ersten Präsentation betonte Diakonie-Geschäftsführer Holländer schon einmal den „Blick auf Betreuung in Randzeiten“. Soll heißen: Eltern, die ihre jungen Kinder nicht nur während der üblichen Kita-Öffnungszeiten betreut wissen müssen, hätten hier ein Angebot. Konkreteres zu diesen Plänen gab es allerdings noch nicht.

? Bekommt die Kita ein Außengelände?

Ja, hinter dem Gebäude in Richtung Mühlenstrang soll ein Spielplatz entstehen, der eingezäunt wird und nicht bis zum Wasser reichen wird. Die Diakonie betont denn auch „Innenstadtnähe und natürliches Außengelände“.

? Wer steckt hinter dem Projekt?

Mehrere Akteure, die alle einen evangelischen Hintergrund haben und vor Ort vernetzt wird: Beteiligt sind die evangelische Kirchengemeinde Schwerte, der evangelische Kirchenkreis Iserlohn, die Hermann-Fleitmann‘sche Studienstiftung, die Diakonie Schwerte sowie die gemeinnützige GmbH Netzwerk Diakonie.

? Wann eröffnet die Kita?

Dazu erklärte Volker Holländer: „Wir hoffen, dass zum Beginn des Kita-Jahres 2020/21 ein Bezug möglich ist.“ Doch vor Baubeginn müsste erst die Kostenfrage komplett geklärt sein.

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? Wie teuer wird der Bau?

Bei der Diakonie rechnet man mit 6 Millionen Euro Kosten, wobei die Kooperationspartner planen, 1,4 Millionen Euro beizusteuern. Aktuell hängt der Zeitplan noch an der Finanzierung. Auch aus diesem Grund war es für Diakonie und Stadt so wichtig, den Politikern die Grundzüge des großen Projekts mitzuteilen. Denn gibt die Politik grünes Licht, können städtische Gelder fließen und Fördergelder beantragt werden.

? Droht dann an der Schützenstraße in den Bring- und Abholzeiten nicht ein Verkehrschaos?

Rund um das Betreute-Wohnen-Gebäude Schützenstraße 14 entstehen breite Wege. Parkplätze für Bewohner sollen dort ebenso entstehen wie für Kurzzeitparker. Zudem muss Platz bleiben für die Feuerwehrzufahrt.

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