Rettungsaktion: 80-Jährige wollte Fußweg über die Bahngleise abkürzen

rnIm Gleisbett

Ohne es zu bemerken, befand sich eine 80-Jährige aus Herdecke in akuter Lebensgefahr. Sie war auf den Bahngleisen gestürzt, als sie eine Abkürzung nehmen wollte.

Herdecke

, 28.10.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Da staunten die Bundespolizisten nicht schlecht. Als sie am Dienstagnachmittag bei einem Einsatz eine hilflose Person auf einem Bahngleis in Herdecke retten sollten, stießen sie auf eine 80-jährige Frau. Die erklärte, sie habe ihren Weg abkürzen wollen. Dabei stürzte die Seniorin und schaffte es alleine nicht mehr aufzustehen.

80-Jährige hatte mehrere Schutzengel

Die Polizisten halfen der Frau, brachten sie aus dem Gleisbett und übergaben sie an die bereits alarmierte Notärztin. „Die 80-jährige Herdeckerin hatte dabei offensichtlich mehr als nur einen Schutzengel“, schrieb die Polizei in ihrer Pressemitteilung.

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Zum einen hatte sie großes Glück, dass zum Sturzzeitpunkt keine Züge die Strecke befuhren, zum anderen verletzte sie sich durch den Sturz nur leicht. Eine Untersuchung in einem Krankenhaus war nicht notwendig.

Bundespolizisten fuhren die 80-Jährige zu ihrer Wohnanschrift. Unterwegs wurde sie über die Lebensgefahr informiert, in die sie sich freiwillig begeben hatte. In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor den Gefahren, die von Bahnanlagen ausgehen und gibt folgende Verhaltenstipps:

Eigene Vorsicht - bester Unfallschutz! Die Gefahren, die beim Betreten von Gleisanlagen und Bahnübergängen bestehen, werden zumeist unterschätzt. Unfallursachen sind unter anderem unachtsames oder unsachgemäßes Verhalten auf Eisenbahnanlagen. Seien Sie stets achtsam, wenn Sie sich an Orten aufhalten, wo sich Züge bewegen.

Darum sind Züge besonders gefährlich

  • Züge durchfahren Bahnhöfe mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern.
  • Durch den entstehenden Luftsog können unmittelbar an der Bahnsteigkante befindliche Gegenstände in Bewegung geraten.
  • Züge können Hindernissen nicht ausweichen und haben einen sehr langen Bremsweg.
  • Moderne Züge nähern sich fast lautlos. Ein elektrisch betriebener Zug - selbst mit über 200 Stundenkilometern - ist für das menschliche Ohr erst wahrnehmbar, wenn er bereits vorbeifährt.
  • Viele Züge fahren auch außerhalb des ausgehängten Fahrplanes und können ein Gleis in beide Richtungen befahren.
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