A1-Raststätte Lichtendorf: LKW werden zum Problem

In Auf- und Abfahrt

Es ist hochgefährlich: Man will die Autobahn in Richtung Rastplatz verlassen - und dann steht auf der Abbiegespur plötzlich ein LKW. Um diese Situation zu verhindern, sind an den Zu- und Abfahrten der Raststätte Lichtendorf-Nord an der A1 bei Schwerte Schilder aufgestellt worden, die an das absolute Halteverbot erinnern.

LICHTENDORF

, 10.08.2017, 16:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
A1-Raststätte Lichtendorf: LKW werden zum Problem

Die Gastronomie der Raststätte Lichtendorf wurde letzte nacht überfallen.

„Hintergrund ist die Problematik mit LKW, die da parken“, bestätigt Dana Seketa, Sprecherin des für die Autobahn zuständigen Polizeipräsidiums Dortmund. Das berge ein „enormes Gefahrenpotenzial“. Bei einem Ortstermin mit Autobahnmeisterei, Polizei und Bezirksregierung sei daher die Beschilderung beschlossen worden.

Auf Rastplätzen dürfe ohnehin nur auf gekennzeichneten Flächen geparkt werden, so Dana Seketa: „Die Schilder sollen als optischer Zusatz darauf aufmerksam machen.“ Sie flankieren auch die Parallelspur zur Autobahn A1.

„Geisterparker“ durch Mangel an Parkplätzen

Von einem Problem mit „Geisterparkern“, wie er sie nennt, spricht auch Dr. Peter Meintz vom Allgemeinen Automobilclub von Deutschland (ADAC) in Dortmund: „Es kommt immer wieder zu schwerstverletzten Autofahrern.“ Wenn die mit 80 bis 90 Stundenkilometern in die Einfahrt einbiegen, könnten sie vor allem im Dunkeln die parkenden LKW erst spät erkennen: „Manchmal sind sie auch noch unbeleuchtet.“ Umgekehrt bringen sich Speditions-Fahrer an diesen Stellen beim Aussteigen auch selbst in Gefahr.

Hintergrund sei, dass es nicht ausreichend Stellflächen für die Transporter gebe, erläutert der ADAC-Sprecher: „Ein Stück weit können einem die Fahrer auch leidtun.“ Sie müssten ihre vorgeschriebenen Pausen machen, könnten aber keinen Parkplatz finden. Warum als Ausweg dann oft die Raststätten-Zufahrten gewählt werden, weiß Dr. Meintz auch: „Die Sanktionierung für das Überschreiten der Lenkzeiten ist viel heftiger als die für falsches Parken.“ Das der Polizei zugängliche Fahrtenerfassungssystem dokumentiere das Einhalten der Arbeitszeiten am Steuer genau. Ihre jeweils erlaubte Dauer hänge von vielen Bedingungen ab: „Das ist relativ kompliziert.“

Parken auf dem Seitenstreifen einer Autobahn kostet laut Dana Seketa ab 70 Euro. Wenn es zu Behinderungen oder Gefährdungen komme, steige diese Summe an.

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