Amtsgericht Schwerte

„Aber nur bei Spaziergängen“: 39-jährige Schwerterin gesteht Drogenkonsum

In der Wohnung einer 39-Jährigen stieß die Polizei auf Marihuana. Offen gab die Schwerterin zu, dass sie ab und zu rauche. Was aber ist mit der Patrone, die man ebenfalls in der Wohnung fand?
Weder Marihuana noch eine scharfe Patrone hätte eine 39-jährige Schwerterin besitzen dürfen: Für beides hatte sie vor Gericht eine Erklärung parat. © picture alliance/dpa

Beides hätte sie nicht besitzen dürfen, was die Polizei am 1. Juni in ihrer Wohnung gefunden und sichergestellt hat: 1,6 Gramm Marihuana und eine Patrone, die in der Anklage als scharfe Munition tituliert wird. Für beides hatte die 39-Jährige vor dem Amtsgericht eine Erklärung parat.

Offenheit vor Gericht: „Ich rauche mal ab und zu“

Die Vorwürfe räumte sie jetzt unumwunden ein. Die Patrone habe ihr Sohn (18) gefunden und sie hätten sie einfach irgendwo hingelegt, weil sie sich nichts Böses gedacht hätten. Ähnlich offen zeigte sie sich, was die Drogen betraf.

„Zwischendurch mal, sag ich. Ich rauche mal ab und zu“, gab sie an und betonte auf Nachfrage, dass sie das aber nur bei Spaziergängen mit dem Hund tue. Nicht in der Wohnung. Auch stimmte sie der außergerichtlichen Einziehung des Marihuanas und der Patrone zu.

Angesichts dieser absoluten Offenheit, der eher geringen Drogenmenge und darüber hinaus der Tatsache, dass das Strafregister der 39-Jährigen aktuell keine Eintragungen aufwies, erhielt sie die Chance, einer Verurteilung zu entgehen.

Ihr Verfahren wurde gegen Zahlung von 300 Euro Geldbuße an die Landeskasse vorläufig eingestellt. Erfüllt sie diese Auflage, wird die Akte endgültig zugeklappt.

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