Abriss in Schwertes Innenstadt - Platz für das Café Extrablatt?

rnWohn- und Geschäftshaus

Zwei Häuser in der Schwerter Innenstadt werden abgerissen. Die Gebäude am oberen Ende der Hüsingstraße sollen einem Wohn- und Geschäftshaus weichen. Kommt das Café Extrablatt?

Schwerte

, 31.08.2018, 17:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es tut sich was in der Innenstadt. Das erklärt Stadtsprecher Carsten Morgenthal am Freitag auf Anfrage. „Wir haben eine Abrissgenehmigung für die Häuser erteilt“, so Morgenthal. Außerdem liege der Bauordnung ein Bauantrag für ein Wohn- und Geschäftshaus vor.

Einer der Besitzer der Gebäude bestätigte, dass man in Kürze mit dem Abriss beginne wolle. Die Gebäude würden aktuell noch entkernt. Was an deren Stelle am Eingang der Fußgängerzone entstehen wird, dazu wollte man noch keine Angaben machen.

Adrian Mork hatte Extrablatt ins Spiel gebracht

Kein Geheimnis hatte Adrian Mork, damals Bürgermeisterkandidat von CDU, Grünen und FDP, im Februar daraus gemacht, was zwischen Postplatz und Fußgängerzone gebaut werden solle. Er hatte in einer Diskussion mit Oberstufenschülern verraten, dass eine Filiale der Gastronomiekette „Café Extrablatt“ dort Platz finden könne. Doch mit der Wahl hatten sich die Vorzeichen zunächst geändert.

Zumindest die Nachbarn würde es freuen, wenn die leerstehenden Ladenlokale dort, einer neuen und vor allem vermieteten Immobilie weichen würden. „Es ist gut, wenn sich dort etwas bewegt“, betonte Bernhard Druffel, Sprecher der Standort- und Interessengemeinschaft Bahnhofstraße. Denn nach der langen Bauphase der Bahnhofstraße gibt es auch dort noch etliche Leerstände. Vor allem der ehemalige Netto-Markt schlägt eine große Lücke in die Schaufensterfront.

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Im Oktober 2015 schlossen sich endgültig die Türen des Textilhauses Lauterbach. © Foto: Reinhard Schmitz

Das war von 1889 bis 2017 in den Geschäftsräumen

An der Hüsingstraße 33 stand das ehemalige Ladenlokal des Textilgeschäfts Lauterbach seit Anfang des Jahres leer. Von 2016 bis 2017 beherbergte es die „Schwerter Zeit“, ein sogenanntes Event-Ladenlokal, das man anmieten konnte.

Zuletzt war dort ein Trödelgeschäft und ein Lager der Argentinienhilfe Louisa untergebracht, die zumeist auf dem Cava-Platz ihren Trödelmarkt für den guten Zweck aufbaut.

Zuvor hatte dort mehr als 50 Jahre lang das Textilgeschäft Lauterbach die Schwerter eingekleidet. 2015 schloss Ingrid Lauterbach das Geschäft, das ihre Schwiegermutter Erna gegründet hatte.

Auch das Nachbarhaus, das übrigens dieselbe Adresse hat, beherbergte eine Traditionsfirma. Seit 1889 war der Laden eine Adresse für Uhren und Schmuck. Zuerst unter Leitung von Uhrmacher Bernhard Gauert, dessen Witwe 1896 den Uhrmachermeister Rudolf Plümer heiratete. Ihm folgte 1935 ein Benno Neubig, bevor 1964 Friedrich Essmann das Geschäft übernahm. Seit 2001 hatte dessen Nichte Andrea Müller die Geschäfte weitergeführt, bevor sie Ende 2017 ohne Nachfolger in den Ruhestand trat.

Jetzt wird dort ein neues Kapitel aufgeschlagen.

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Die aktuelle Rückansicht der Häuser, die abgerissen werden. © Bernd Paulitschke

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