Acht Tipps vom Profi: Das ist bei der Gartenarbeit im Herbst wichtig

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Der Sommer ist rum, das sieht man auch im Garten. Wir haben bei einem Profi nachgefragt, worauf im Herbst besonders zu achten ist und wie man Gärten im Herbst richtig pflegt.

Lichtendorf

, 13.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hortensien im Garten sind verblüht, die ersten Blätter färben sich und fallen von den Bäumen und auch die Temperaturen sinken bereits. Im Verlauf der Jahreszeiten verändern sich auch die Gärten. Aber was ist im Herbst zu tun?

Christian Pötschke (29) vom Gartencenter Pötschke weiß genau was zu tun ist und wie man den heimischen Garten auf Herbst trimmt. „Der Herbst ist die Hauptpflanzzeit, vor allem weil die letzten Sommer so heiß waren“, sagt Christian Pötschke.

Darauf ist im Herbst im Garten zu achten:

  • Der Geschäftsleiter vom Gartencenter Pötschke erklärt: „Es ist auch sinnvoller im Herbst zu pflanzen, vor allem Gehölzpflanzen, weil sie dann über den Herbst mehr Zeit haben anzuwachsen und sich die Wurzeln besser bilden können.“ So sei die Chance höher, dass die Pflanzen nicht vertrocknen.

  • Außerdem empfiehlt der Profi beim Einpflanzen eine Hand voll Bodenaktivator dazuzugeben. Der dient der Bodenbelebung, verbessert den Wasserhaushalt und lässt die Pflanzen zusätzlich besser anwachsen.
  • Aber was pflanzt man denn nun im Herbst? „Alles was Richtung Baum geht, wird im Herbst gepflanzt. Vor allem Obstbäume sind derzeit ein großes Thema.“ Stauden beispielsweise werden eher im Frühjahr gepflanzt.
    Vor allem Gehölze wie diese pflanzt man im Herbst, weiß der Profi.

    Vor allem Gehölze wie diese pflanzt man im Herbst, weiß der Profi. © Laura Schulz-Gahmen

  • Der Herbst ist außerdem die Zeit, um Stauden zurück zu schneiden. Stauden sind Sommerblüher. So bald die Blätter im Herbst braun werden, können sie „kurz über dem Boden abgeschnitten werden“. Stauden sind beispielsweise: „Rittersporn, Sonnenhut und Mädchenauge.“

Rittersporn gehört zu den Stauden.

Rittersporn gehört zu den Stauden. © picture alliance / dpa-tmn

Rasenpflege

  • Und wie sieht es mit der Rasenpflege aus? „Der Rasen braucht im Herbst einen speziellen Herbst-Rasen-Dünger“, sagt Christian Pötschke. Der hat mehr Kali, für eine höhere Widerstandskraft und weniger Stickstoff. Den brauchen Pflanzen zum Wachsen, im Herbst ist Stickstoff somit eher nicht nötig.
  • Wichtig sei es im Spätherbst, die Blätter vom Rasen zu entfernen. Sonst verfaulen sie und mindern die Rasenqualität. Die Blätter könne als Haufen als Winterschutz dienen oder auf den Beeten verteilt werden. Im Frühjahr kann man die Blätterschicht dann einarbeiten, „die Nährstoffe bleiben dann im Boden.“

Um Nützlinge kümmern

“Vögel haben durch immer weniger Naturflächen weniger Nahrung. Deshalb brauchen sie die heimischen Gärten“, so Pötschke.

  • Es reiche schon einen Spender mit Körnerfutter aufzustellen. Auch Meisenknödel, die man häufig sieht, sind eine gute Wahl. Mittlerweile gebe es sogar eine umweltschonende Sorte, ohne Netze drum herum. Einige von den Knödeln haben jetzt als Bindungsbestandteil Insektenfett.

  • Wer Igel im Garten hat, der kann auch einiges beachten, damit sich die kleinen Säuger wohlfühlen. Die zu Haufen geschichteten Blätter bieten einen hervorragenden Schutz zum Überwintern. Gefährlich für die kleinen Gartenbewohner seien Mähroboter. „Die sollte man nachts besser nicht laufen lassen, besser wäre es sogar die nur unter Aufsicht zu nutzen“, sagt Christian Pötschke. Auch Schneckenkorn kann Igeln schaden, deshalb empfiehlt Christian Pötschke Bio-Schneckenkorn. Wer es den kleinen Wildtieren besonders gemütlich machen will, der kann spezielle Igel-Überwinterungs-Häuschen im Garten aufstellen.
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