Ärger über Zusatzbeitrag der Krankenkasse

BKK Hoesch

Über Freunde hat Ursula Wiegand von der Neuerung erfahren - seitdem ist sie sauer: Rückwirkend zum 1. Januar wird die BKK Hoesch einen Zusatzbeitrag von 15 Euro erheben. "Das finde ich unverschämt", sagt Ursula Wiegand.

SCHWERTE

von Von Anne Petersohn und Ulrike Böhm-Höffels

, 10.02.2011, 07:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ursula und Jürgen Wiegand blättern in ihren Akten: Auch eine Zeitschrift der BKK Hoesch haben sie abgeheftet.

Ursula und Jürgen Wiegand blättern in ihren Akten: Auch eine Zeitschrift der BKK Hoesch haben sie abgeheftet.

Einen Wechsel könnten viele der rund 2500 Versicherten in der Ruhrstadt in Erwägung ziehen. Die DAK, die seit 2010 acht Euro zusätzlich erhebt, musste zuletzt einen spürbaren Mitgliederschwund in Kauf nehmen. Doch der Vorstand der BKK Hoesch, Uwe Gehrig, wirbt angesichts des Zusatzbeitrages um Verständnis. Zwölf Millionen Euro Miese fuhr die Krankenkasse im vergangenen Jahr ein – für den Vorstand vor allem eine Folge der Gesundheitspolitik.

Bis zum 24. Februar sollen den insgesamt 98 000 Mitgliedern die Bescheide zugehen. Auch Ursula und Jürgen Wiegand werden Ende März rückwirkend 45 Euro für das erste Quartal 2011 zahlen müssen. „Wir sind keine armen Leute – aber das ist viel Geld“, beklagt das Ehepaar. Besonders verärgert sind die Rentner darüber, dass die BKK Hoesch noch im Januar keine Angaben zu einem möglichen Zusatzbeitrag machen konnte. Am Ende seien die Verantwortlichen der Krankenkasse nicht besser als viele Politiker, meint Jürgen Wiegand: „Dass man so ein riesiges Finanzloch so lange nicht bemerkt haben will, finde ich lachhaft.“ 

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