Ärzte planen Notfalldienst für alle Tage

Neustrukturierung

SCHWERTE In sieben Nächten in der Woche ist der Ärztliche Notfalldienst ab 2011 erreichbar. Doppelt besetzt. Verbesserungen verspricht die neue „Gemeinsame Notfalldienst-Ordnung“ der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe auch für die sprechstundenfreien Zeiten.

von Von Reinhard Schmitz

, 17.11.2009, 20:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwerte wird mit Teilen des Kreises Unna dem neuen Bezirk Dortmund zugeschlagen.

Schwerte wird mit Teilen des Kreises Unna dem neuen Bezirk Dortmund zugeschlagen.

Viel stärker belastet sind ihre Kollegen in ländlichen Regionen mit wenigen Praxen, die im Extremfall jedes zweite Wochenende im Notdiensteinsatz sind. Um diese Situation zu entschärfen, bildet die Kassenärztliche Vereinigung größere Notdienstbezirke. Schwerte wird mit Teilen des Kreises Unna dem neuen Bezirk Dortmund zugeschlagen, behält aber eine mit diensthabenden Ärzten besetzte „Anlaufstelle“ an einem Krankenhaus. „Wir haben Glück gehabt, dass es nicht Hörde geworden ist“, erklärt Dr. Hüwel die knappe Entscheidung.

Weitere Anlaufstellen sind in Dortmund-Mitte, Unna und Lünen vorgesehen. Die Grenzen sind fließend, so dass künftig auch Mediziner aus Dortmund-Holzen Dienste in Schwerte übernehmen könnten. Andererseits ist zu erwarten, dass Dortmunder Patienten die Ruhrstadt aufsuchen, um Wartezeiten in den großen Kliniken zu entgehen. Wenn sie die künftig landesweit einheitliche Notdienstnummer wählen, landen sie ohnehin zunächst in einer Telefonzentrale für ganz Westfalen, möglicherweise sogar für ganz NRW.

„Von dort wird verteilt“, weiß Dr. Hüwel. Denn die Zentralisten sehen, ob beispielsweise der Iserlohner Arzt von einem Besuch in Hennen nicht schneller in Geisecke sein kann als sein Schwerter Kollege. Unterwegs sein werden beide mit einem KV-eigenen Fahrdienst, der europaweit ausgeschrieben wird.

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