"Aktion Licht" machte Halt an Schwerter Schulen

Sicheres Radfahren

Fahrradfahrer leben in der dunklen Jahreszeit gefährlich. Tipps für Schüler, die ihren Schulweg mit dem Rad bestreiten, gab in den vergangenen Tagen das Team der „Aktion Licht – Sehen und gesehen werden“ am Friedrich-Bährens-Gymnasium und an der Gesamtschule Gänsewinkel. Im Video zeigen wir das Konzept der Aktion.

SCHWERTE

, 14.12.2016, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Aktion Licht" machte Halt an Schwerter Schulen

Lichtaktionstag an der Gesamtschule Gänsewinkel Nur Armleuchter fahren ohne Licht

Die Schüler für die Fahrradbeleuchtung in der Winterzeit zu sensibilisieren, das ist das Ziel der „Aktion Licht – Sehen und gesehen werden“. „Wir haben daher die Aktion in den Dezember gelegt, um nah am Thema zu sein“, erklärte Alexander Czapla von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS).

Vier verschiedene Stationen

Dafür wurden vier Stationen aufgebaut. „An der Reparaturwerkstatt sollen die Kinder die Angst vor dem eigenen Fahrrad verlieren“, so Czapla. Dabei wurde anhand eines „Mängelrads“ untersucht, was ein verkehrssicheres Fahrrad alles haben muss. Platte Reifen oder eine defekte Beleuchtung sind unter anderem Dinge, die die Schüler erkennen mussten.

Dynamo statt Stecklicht

Den Unterschied zwischen einer Glühlampe und einer heute üblichen Hochleistungs-LED zeigte das Aktionsteam an einer weiteren Station. „Es gibt das Stecklicht, das mit Batterie betrieben wird, und die dynamobetriebene Beleuchtung. Wir raten immer dazu, mit Dynamo zu fahren, denn Batterien sind irgendwann leer“, betonte Alexander Czapla.

Auch die Wirkung von verschiedenen Reflektoren auf Autofahrer wurde am Aktionstag simuliert. Die Schüler kennen nur die Perspektive eines Radfahrers und Fußgängers, so Czapla, aber wie sie von Autofahrern wahrgenommen werden, wissen sie nicht.

„Viele falsche Antworten“

Am interessantesten war jedoch für die Schüler die vierte Station „Blackbox“, wo sie sogar etwas gewinnen konnten. Die Schüler setzten sich dabei nacheinander auf ein Fahrrad vor einem schwarzen Bildschirm. Durch das Trampeln erschien darauf eine Verkehrssituation. Die Kinder mussten nun die Fahrradfahrer zählen, die schlecht oder gut beleuchtet waren.

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„Die Schwierigkeit hierbei ist, die Radfahrer zu erkennen, die weniger beleuchtet sind. Wir hatten an dieser Station schon viele falsche Antworten“, sagte Alexander Czapla, der die Aktion schon fünf Jahre lang betreut.

Mit Spaß dabei

Der zehnjährige Enes war begeistert von der Blackbox: „Das macht richtig Spaß, und die Aktion ist auch total cool.“ Er selbst hat sogar zwei Räder und fährt damit auch regelmäßig zur Schule, wenn ihn seine Mutter nicht bringt. Sicherheit ist für Enes dabei besonders wichtig: „Ich trage immer einen Helm, damit ich mich nicht verletze.“

Die von der AGFS entwickelte Verkehrssicherheitsaktion tourt seit einigen Jahren mit verschiedenen Themenmodulen durch ganz Deutschland und insbesondere Nordrhein-Westfalen und macht an vielen Schulen halt.

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