Alle gewählten Ratsmitglieder wollen ihr Amt antreten — bis auf eines

Kommunalpolitik

Wie sieht der künftige Rat der Stadt aus. Was ist mit der AfD-Fraktion? Einiges steht schon fest: Nicht alle gewählten nehmen ihr Mandat an.

Schwerte

, 26.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Archivfoto einer Ratssitzung der Stadt Schwerte, als noch im Ratssaal getagt wurde. Der Saal wird seit einiger Zeit renoviert.

Ein Archivfoto einer Ratssitzung der Stadt Schwerte, als noch im Ratssaal getagt wurde. Der Saal wird seit einiger Zeit renoviert. © Foto: Manuela Schwerte

Eigentlich müssen die frisch gewählten Ratsmitglieder sich nur dann bei der Stadt melden, wenn sie ihr Amt nicht antreten wollen. Zumindest in einem Fall war das so. Der für die Grünen über den Platz 8 der Reserveliste in den Rat gewählte Thomas Möller meldete sich bei der Stadt und erklärte, dass er nicht antreten werde. Grund ist wohl, dass Möller auch in den Kreistag gewählt wurde.

Für ihn rückt Gabriele Wentzek nach. Die 1951 geborene Diplom-Pädagogin hat bereits Ratserfahrung. So war sie bis 2009 nicht nur Ratsmitglied, sondern auch Sprecherin ihrer Fraktion. Damit sind die Grünen übrigens eine von zwei Parteien, die gleichviel Frauen wie Männer in der Rat schicken. Die andere ist die FDP, die hat aber nur zwei Ratsmitglieder.

AFD-Kandidat will sein Amt antreten

Sein Mandat antreten will hingegen der AfD-Spitzenkandidat Stefan Fiene (31). Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil er bislang im Wahlkampf nicht aufgetaucht ist. Fiene gilt auch in der eigenen Fraktion als umstritten, weil er als Mann des sogenannten Flügels, also des rechten Randes der AfD gilt. Der zweite Mann auf der Reserveliste der AfD, Sebastian Rühling, der im Wahlkampf oft öffentlich aufgetreten war, hatte sogar gesagt, dass man nicht böse wäre, wenn Fiene nach der Wahl Platz machen würde für jemand anderen von der Reserveliste.

Die Ratskandidaten der übrigen Parteien werden nach Stand vom Freitag, 25. September, alle ihr Amt antreten.

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