Alle Verfahren gegen ehemaligen Bäder-Chef eingestellt

SCHWERTE Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Joachim Crefeld, den ehemaligen Geschäftsführer der Bäder GmbH, sind eingestellt.

von Von Heiko Mühlbauer

, 08.01.2009, 20:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der ehemalige Bäderchef Joachim Crefeld.

Der ehemalige Bäderchef Joachim Crefeld.

Denn der angebliche Schmu mit den Geldwertkarten und andere strafrechtliche Vorwürfe dienten auch als Begründung für die Kündigung. Dennoch gab sich Stadtsprecher Carsten Morgenthal am Donnerstag zuversichtlich: "Wir haben unsere Begründung ja nicht ausschließlich auf die strafrechtlichen Vorwürfe aufgebaut." Schützenhilfe könnte die Stadt durch einen Wechsel in der Zuständigkeit bei der Staatsanwaltschaft bekommen. Denn der neue Sachbearbeiter für das eigentlich schon im September eingestellte Ermittlungsverfahren gegen die damaligen Ratspolitiker und Aufsichtsräte der Bädergesellschaft, Hans Brinkmann (CDU) und Bernd Schmitt (SPD), klappte die Aktendeckel wieder auf.

Das habe weder etwas mit neuen Beweisen, noch mit einer Beschwerde von SCD-Chef Hubert Sieweke zu tun, sondern mit der Rechtsauffassung des neuen Ermittlers, betonte Münker. Im Dezember 2003 hatten die Aufsichtsratsvorsitzenden dem Geschäftsführer der Bäder GmbH eine Gehaltserhöhung von 47.000 Euro genehmigt. Angeblich sei das eine Zusammenfassung seiner bisherigen Zusatztantiemen gewesen. Sollte diese Gehaltserhöhung wirklich zu Unrecht zustande gekommen sein, sei die Kündigung vermutlich wirksam. Diese Auffassung hatte die 6. Zivilkammer des Hagener Landgerichts bereits vor Jahresfrist verkündet. Denn als Geschäftsführer, so die Richter hätte der Badmanager selber wissen müssen, dass nur der gesamte Aufsichtsrat sein Gehalt erhöhen konnte.

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