Angriff auf Schwerter Familie: Bahn hat kein Video

Vorfall in der RB53

Am 8. April wurde eine Schwerter Familie in der Regionalbahn 53 nach Dortmund von zwei Unbekannten angegriffen. Die Polizei hatte auf Videos der Bahn gehofft, um weitere Informationen zu den Tätern zu bekommen. Doch nach unseren Recherchen stellte sich heraus: Es gab in der Regionalbahn gar keine Kameras.

SCHWERTE

, 19.04.2017, 09:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angriff auf Schwerter Familie: Bahn hat kein Video

In der Regionalbahn 53 in Richtung Dortmund - hier der Hörder Bahnhof - war die Familie aus Schwerte angegriffen worden.

Rückblick: Der aus dem Kosovo stammende Familienvater wurde von den Tätern niedergeschlagen und getreten, als er die Männer zur Rede stellte, weil sie versucht haben sollen, seine Töchter auf den Schoß zu nehmen. Bisher wurden die brutalen Schläger nicht gefasst.

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Die Bundespolizei teilte nach der Tat mit, sie habe bei der Deutschen Bahn AG die Videoaufnahmen angefordert, von denen man sich Rückschlüsse auf die Täter erhoffe. Am Dienstag ergab eine Anfrage bei der zuständigen Bundespolizei in Dortmund, dass die Videoaufnahmen bisher noch nicht übermittelt worden seien. Auch habe es bisher keine brauchbaren Zeugenaussagen gegeben.

"In der Regionalbahn 53 gibt es gar keine Videoüberwachung"

Eine Anfrage unserer Redaktion bei der NRW-Pressestelle der Bahn in Düsseldorf brachte kurz darauf ein überraschendes Ergebnis: „In der Regionalbahn 53 gibt es gar keine Videoüberwachung“, erklärte Pressesprecherin Kirsten Verbeek.

Nachdem diese Botschaft dann am Dienstag bis zur Bundespolizei durchgedrungen war, teilte ein Sprecher der Behörde mit, nun sei man mehr denn je auf Aussagen von Zeugen und Opfern angewiesen. 

Wer den Vorfall gesehen hat oder Angaben zu den Tätern machen kann, sollte sich über die kostenlose Rufnummer 0800/6888000 an die Polizei wenden.

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