Anwohnerin fordert Tempo 30 auf der Römerstraße

Nach vielen Unfällen

Eine Kurve und parkende Autos erschweren in der Römerstraße in Schwerte die Sicht auf den Verkehr. Eine Anwohnerin fordert deswegen Tempo 30. Zu oft schon sei ihr jemand ins geparkte Auto gefahren und anschließend geflüchtet, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Zuletzt ist sogar etwas noch schlimmeres passiert.

SCHWERTE

, 20.09.2017, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
An der Römerstraße kommt es durch die Parksituation und schnell vorbeifahrende Autos oft zu Unfällen.

An der Römerstraße kommt es durch die Parksituation und schnell vorbeifahrende Autos oft zu Unfällen.

Die Verkehrssituation an der Römerstraße geht Anwohnerin Janina Würtz schon länger gegen den Strich. Zweimal wurde ihr vor der Haustür geparktes Auto von anderen Verkehrsteilnehmer „zu Schrott gefahren“. Jetzt, nachdem ihre Katze in der Nacht zu Freitag überfahren wurde, fordert sie Tempo 30 auf der Römerstraße.

„Es ist wirklich genug auf dieser Straße passiert“, sagt Janina Würtz. Auch bei anderen Nachbarn habe sie schon Unfälle mit den geparkten Autos mitbekommen. Im vergangenen Jahr wurde ihr Ford Fiesta gerammt und erlitt einen Totalschaden. Etwas ähnliches passierte vor etwa sieben Jahren mit ihrem Peugeot.

Kleine und große Schäden

Der letzte Vorfall ereignete sich am 22. Juli. Ein Fahrzeug touchierte den Ford Focus der Schwerterin und beschädigte den Außenspiegel. „Glücklicherweise gab es diesmal Zeugen. Da musste ich nicht auf dem Schaden sitzen bleiben“, sagt Janina Würtz. Leichte Beschädigungen durch andere Autos nahm sie schon zwei weitere Male in den vergangenen Jahren in Kauf. In der Nacht zu Freitag kam zudem ihre Katze durch einen Unfall zu Tode. „Im oberen Bereich ist durch die Kurve keine Einsicht gegeben, im unteren Bereich parken viele Einwohner“, sagt Janina Würtz. 

Auch für Grundschüler, die die Straße überqueren müssen, sei die Straße gefährlich. Deswegen hält Würtz eine Verringerung der zulässigen Geschwindigkeit von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde für sinnvoll.

Bürger können solche Anträge bei der Stadt stellen

„Wir werden das prüfen“, sagte am Dienstag auf Anfrage Stadtsprecher Alexander Nähle. Bisher sei das Thema bei der Beschwerdestelle der Stadt noch nicht aufgekommen. Ob das Anliegen für Tempo 30 in der Römerstraße bei der Straßenverkehrsbehörde schon vorher besprochen wurde, konnte Alexander Nähle nicht sagen, da der zuständige Mitarbeiter in dieser Woche nicht zu sprechen sei.

Verkehrszeichen werden auf Anordnung der Stadt aufgestellt. Um dies zu veranlassen, kann man als Bürger einen formlosen Antrag mit eingehender Begründung stellen. Dieser geht an das Rathaus in Schwerte, Rathausstraße 31, und wird geprüft. 

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