Was verbirgt sich unter dem abgedeckten Erdhügel auf dem Grabeland am Schwerter Rosenweg?

rnAnwohner-Sorgen

Ein Berg Erde, abgedeckt mit Folie, wirft derzeit am ehemaligen Grabeland am Rosenweg in Holzen Fragen auf. „Überhaupt kein Grund zur Sorge“, versichert die GWG.

Holzen

, 06.02.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anwohner des Rosenwegs machen sich Sorgen: Auf dem ehemaligen Grabeland der Nickelwerke wurde ein großer Berg Erde abgekippt, der später mit Folie abgedeckt wurde. „Wird dort etwa kontaminiertes Material gelagert?“, lautet die bange Frage von Anliegern, die sich noch gut daran erinnern, dass 2009 vorübergehend schon einmal empfohlen worden war, wegen der Nickelstaubbelastung des Bodens Schwangere und Kinder nicht von dort angebautem Gemüse essen zu lassen.

„Bester Mutterboden von der Kleinen Märkischen Straße“

Ralf Grobe, Geschäftsführer der Gemeinnnützigen Wohnungs-Genossenschaft (GWG), gibt jedoch Entwarnung. Er erklärt: „Wir haben an dieser Stelle besten Mutterboden zwischengelagert. Er stammt von unserem Baugebiet an der Kleinen Märkischen Straße. Und da soll er 2020 auch wieder hin, wenn dort die Gärten angelegt werden.“

Damit die Erde nicht durchnässt und nicht auskeimt, sei sie mit Folie abgedeckt worden. Die Stadt sei darüber informiert, dass das Grundstück vorübergehend als „Mutterboden-Lager“ benutzt werde.

36 barrierefreie Mietwohnungen sollen bis 2020 fertig werden

An der Kleinen Märkischen Straße errichtet die GWG bis 2020 36 barrierfreie Mietwohnungen. Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt bekommt Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern und nach Süden ausgerichtete Balkone und Terrassen. Ein grüner Innenhof soll Aufenthaltsqualität und einen Kinderspielplatz bekommen.

Die Autos sollen in eine Tiefgarage. Zwischen den Gebäuden entsteht ein Gemeinschaftsraum, den die Mieter für Geburtstags-Kaffeetrinken oder Mieterfeste anmieten können.

GWG ist für die Eisenbahner Wohnungsgenossenschaft eingesprungen

Das Grundstück gehörte einst der Eisenbahner Wohnungsgenossenschaft Schwerte (EWG). Da die EWG jedoch mit der Modernisierung der denkmalgeschützten Kreinberg-Siedlung ausgelastet ist, fehlt die Kapazität für das Neubauprojekt. Deshalb wurde das Grundstück samt Planung von der GWG übernommen. Mitte 2020 sollen die Wohnungen fertig sein - und damit das Grundstück in Holzen auch wieder vom zwischengelagerten Mutterboden befreit sein.

140 Mietwohnungen und 14 Doppelhaushälften auf dem Grabeland

Das Projekt auf dem ehemaligen Grabeland in Holzen ist längst noch nicht so weit gediehen. Dort will die GWG 140 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern errichten. Aber auch 14 Doppelhaushälften stehen im Entwurf. Die sollen verkauft werden. Von den geplanten Mietwohnungen sollen etwa die Hälfte mit öffentlichen Mitteln gefördert werden.

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