Ausbau der B236 in Schwerte verzögert sich weiter

Neuplanungen

Erneut gibt es eine Verzögerung bei der Planung der B236 in Schwerte: Weil es Änderungen gibt, müssen die Pläne überarbeitet und nach Arnsberg geschickt werden. Das lässt den Baubeginn auf der Stau-Strecke erneut nach hinten rücken - dafür kommt die Frist für die Fördergelder bedrohlich nahe.

SCHWERTE

, 01.03.2016, 16:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ausbau der B236 in Schwerte verzögert sich weiter

Mal wieder Stau auf der B236.

Im April vor zehn Jahren stellte der Landesbetrieb Straßen.NRW erstmals die Ausbaupläne für die B236 vom Berghofener Tunnel bis zum Anschluss an die Autobahn vor. Geplant wird an dem Ausbau schon seit 1939. Im Laufe des Jahres gehe es auf jeden Fall weiter, hieß es am Montag von der Bezirksregierung in Arnsberg.

Pressesprecher Christoph Söbbeler wollte sich aber nicht auf einen bestimmten Termin festlegen lassen. „Die B236 ist nicht das einzige Planungsvorhaben, das wir auf dem Tisch haben“, betonte er.

Lärmschutz an der Bergstraße

Neuer Hemmschuh für die Planung ist der Lärmschutz an der Bergstraße. Der musste neu geplant werden. Außerdem mussten die Pläne für Strom- und Wasserleitungen geändert werden. Auf Antrag der Forstverwaltung und von Naturschutzverbänden wurden die Pläne für den Radweg geändert.

Das alles habe man jetzt in die neuen Pläne eingearbeitet. „Die werden in naher Zukunft nach Arnsberg geschickt“, sagte Michael Overmeyer, Sprecher des Landesbetriebes in Hagen, am Montag.

Veröffentlichung der Pläne

Dann müssen aber auch die neuen Pläne sechs Wochen öffentlich ausgelegt werden. Gibt es keine weiteren Einsprüche, könnte dann die Bezirksregierung den sogenannten Planfeststellungsbeschluss fassen.

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"Wenn jemand klagt, wird es eng"

„Höchst ärgerlich“, findet Bürgermeister Heinrich Böckelühr die erneute Verzögerung. Zum einen, weil der Stau auf der Hörder Straße die Anwohner weiter belaste. Zum anderen aber auch, weil er fürchtet, dass man so lange plant, bis kein Geld für den Bau mehr da ist.

Aktuell seien 12 Millionen Euro im Bundeswegebauplan für den vierspurigen Ausbau vorgesehen. Noch vier Jahre sei das Geld sicher. „Aber wenn jemand klagt, dann wird es eng“, so Böckelühr.

Seit 2006 fertige Pläne

Bereits 2006 gab es fertige Pläne für den vierspurigen Ausbau der Strecke vom Tunnel bis zur Autobahn. Doch gegen die Planungen gab es zahlreiche Einsprüche, Beschwerden und Einwände, von denen einige berechtigt waren. Als man 2013 neue Pläne vorlegte, hagelte es erneut Einwände. Die wurden in einen neuen Ausbauplan im vergangenen Jahr eingearbeitet.

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