Geflügelpest

Ausbruch der Geflügelpest in Menden: Stallpflicht gilt nun auch in Schwerte

Im Märkischen Kreis ist die Geflügelpest ausgebrochen. Für die Betriebe in Schwerte gab es vorerst Entwarnung, mittlerweile gilt die Stallpflicht für alle Städte im Kreis Unna.
Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Betrieb in Menden richteten die Behörden einen Sperrbezirk ein. © picture alliance / dpa

Update, 30. März, 13.33 Uhr:

Zum Schutz vor Geflügelinfluenza gilt seit Dienstag (30.3.) eine Stallpflicht für Geflügel im gesamten Kreis Unna. Bereits in der vergangenen Woche war in einem nahe der Grenze zum Kreis Unna gelegenen Legehennen-Betrieb in Menden (Märkischer Kreis) die Geflügelpest ausgebrochen.

Weil der Ausbruch auch das Gebiet des Kreises Unna betrifft, waren umgehend ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet worden. In den Gebieten, die Fröndenberg/Ruhr und Unna betreffen, gelten auch über die Stallpflicht hinaus Restriktionen.

Betriebe in Schwerte waren von der Anordnung am Wochenende noch nicht betroffen, nun hat der Kreis die Stallpflicht für den gesamten Kreis Unna ausgeweitet.

Für Menschen, die keinen unmittelbaren Kontakt zu infizierten Tieren haben, bedeutet das Geflügelpest-Virus keine Gefahr. Auch können Geflügelfleisch sowie Eier nach Erhitzen gefahrlos verzehrt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises Unna.

Außerdem weist der Kreis Unna darauf hin, dass alle Geflügelhalter – auch die hobbymäßig tätigen – verpflichtet sind, ihre Tiere der Tierseuchenkasse NRW zu melden. Erhöhte Verluste von Tieren sind außerdem der Kreis-Veterinärbehörde Unna zu melden. E-Mail: tierseuchen@kreis-unna.de

In einem nahe der Grenze zum Kreis Unna gelegenen Legehennen-Betrieb in Menden (Märkischer Kreis) ist die Geflügelpest ausgebrochen. Amtsärzte stellten offiziell fest, dass sich in der Mendener Haltung etwa 100 Junghennen, die aus einem Betrieb in Paderborn bezogen wurden, mit dieser besonders schwer verlaufenden Form der Vogelgrippe infiziert haben.

Die Ursprungsmeldung am Samstag, 27. März:

Die Behörden richteten deshalb per Allgemeinverfügung, die am kommenden Dienstag (30.03.) offiziell in Kraft tritt, einen Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern sowie ein großflächigeres Beobachtungsgebiet ein, das auch Teile des Kreises Unna umfasst.

Schwerte vorerst nicht im Beobachtungsgebiet

Die Betriebe in Schwerte sind von der Anordnung jedoch nicht betroffen, wie Volker Meier aus der Pressestelle des Kreises Unna gegenüber unserer Redaktion bestätigte. Lediglich für Gebiete, welche im 10-Kilometer-Radius des betroffenen Betriebs liegen, gibt es Restriktionen. Dazu zählen unter anderem Teile von Fröndenberg sowie das Stadtgebiet von Unna.

Für diese Bereiche wird eine vorübergehende Stallhaltungspflicht angeordnet, damit wild lebende Vögel die Hühner nicht infizieren können. „Uns würde das aktuell nicht betreffen, da wir alle Tiere sowieso in Ställen halten. Erst im Sommer, wenn die Gänse wieder kommen, wäre das für uns relevant“, erläutert Christoph Emde vom gleichnamigen Geflügelbetrieb in Hennen.