Ausweich-Spur und Schranke sollen Probleme mildern

Verkehr an der Ruhrstraße

Autos stehen Kühlerhaube an Kühlerhaube, es geht weder vor noch zurück: Die Verkehrssituation an der Ruhrstraße nervt Anwohner und Besucher der Rohrmeisterei, die an der schmalen und stets zugeparkten Zufahrt nicht weiter kommen. Abhilfe sollen vorerst eine zusätzliche Spur und eine Schranke schaffen.

Schwerte

, 09.07.2014, 11:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ausweich-Spur und Schranke sollen Probleme mildern

Eine kurze Ausweichspur für den Begegnungsverkehr in der Ruhrstraße will die Stadt zwischen den beiden Laternen in der Grünanlage bauen.

Bevor diese Entscheidung gefallen ist, wurde eine andere zurückgezogen: Zunächst hatte die Stadt geplant, an der Einmündung der Jahnstraße eine künstliche Verengung einzubauen. Dieses Vorhaben legte die Stadt aber zu den Akten, nachdem Anwohner sich beschwert hatten: Auf der Zufahrt zur Rohrmeisterei wäre dadurch die einzige Stelle, an der sich entgegen kommende Autos problemlos aneinander vorbei fahren können, verschwunden. Auch den breiten Bootsanhängern der auf dem Gelände ansässigen Ruhr-Lenne-Kanutour-Gesellschaft hätte das Nadelöhr arge Probleme bereitet.

Der neue Plan sieht nun vor, einen rund 1,50 Meter breiten Streifen der Grünanlage zu opfern, um eine zusätzliche Spur zu schaffen. Außerdem entfällt auf dieser Seite der schmale Bürgersteig. Im Gegenzug wird der Gehweg auf der Häuserseite um 15 bis 20 Zentimeter verbreitert - diese Arbeiten laufen bereits. Außerdem ist der rollstuhlgerechte Übergang vom Bürgersteig zum Spielplatz bereits fertig.

Auch Stiftungsvorstand Tobias Bäcker hat sich Gedanken über die Parkplatzsituation an der Rohrmeisterei gemacht - und Schranken angeschafft, um die Probleme kurzfristig in den Griff zu bekommen, bevor es ein langfristiges Parkkonzept gibt. Seit Mitte Juni sind die Schranken bei Veranstaltungen in Betrieb, um die Parkplätze abzusperren. Das ist vorher mit Flatterband geschehen. Um Anwohner der Ruhrstraße und die Parksituation insgesamt zu entlasten, wünscht Bäcker sich ein Konzept zur Parkraum-Bewirtschaftung: „Alles kostenlos lassen, das ist zu kurz gedacht.“ Stattdessen müsse es eine differenzierte Lösung geben, bei der manche Parkplätze zeitweise kostenpflichtig würden. Entsprechende Hinweistafeln müssten beim Ortseingang zudem schon mitteilen, an welchen Plätzen noch Parkplätze frei sind. Die Stadt selbst habe dafür keine Mittel – könne aber versuchen, Fördermittel dafür zu bekommen.   

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