B236-Ausbau zwischen A1 und Ostentor: Wichtiger Termin für Befürworter und Gegner im März

rnHörder Straße in Schwerte

Was spricht für den Ausbau der B236 in Schwerte, wie es der Landesbetrieb Straßen.NRW plant? Und welche Argumente haben die Schwerter dagegen? Das klärt sich im März im Rathaus.

Schwerte

, 02.03.2020, 14:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren – der Titel klingt technisch und sperrig. Was damit gemeint ist: Im März gibt es einen Termin im Schwerter Rathaus, an dem alle Beteiligten und Betroffenen ihre Argumente nennen können zum geplanten Ausbau der B236 in Schwerte.

Es geht nicht um das Stück zwischen A1-Auffahrten und Berghofener Tunnel, auf dem die Arbeiten bald beginnen sollen, sondern um das angrenzende bis nach Schwerte hinein. Also um das Teilstück zwischen McDonald‘s und der Kreuzung Ostentor.

Zweite Spur bergauf und ein Abriss der Bahnbrücke

Für die Hörder Straße bergauf soll es eine zweite Spur geben. Straßen.NRW plant mehr Platz für Radfahrer, eine veränderte Ampelschaltung sowie einen Abriss und Neubau der Bahnbrücke kurz hinter der Kreuzung mit der Karl-Gerharts-Straße.

Die großen Ziele der Projektplaner: Der Verkehr soll besser fließen, vor allem aus Schwerte hinaus in Richtung A1. Anwohner sollen besser vor Lärm geschützt werden. Fußgänger sollen besser von einer Seite der Hörder Straße auf die andere kommen.

Nachdem der Landesbetrieb die Pläne veröffentlicht und bei einem abendlichen Termin in Schwerte erläutert hatte, durften Anwohner, andere Betroffene und die Träger öffentlicher Belange ihre Einwendungen formulieren und an die Bezirksregierung Arnsberg schicken.

Die wägt am Ende ab und formuliert eine Entscheidung. Das ist dann der Planfeststellungsbeschluss.

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Treffen am 12. März ab 9 Uhr für Anwohner, aber nicht-öffentlich

Bevor es den gibt, kommt es aber zum Treffen all derjeniger, die Argumente haben: am Donnerstag, 12. März, ab 9 Uhr im Bürgersaal des Schwerter Rathauses I, Rathausstraße 31.

Dieser Erörterungstermin ist zwar nicht-öffentlich. Dabei sein dürfen aber „alle Personen, die Einwendungen erhoben haben, Betroffene sowie Trägerinnen und Träger öffentlicher Belange“, teilte die Bezirksregierung am Montag mit. Anwohner dürften also auch kommen und mitdiskutieren – ganz gleich, ob sie sich schon schriftlich geäußert haben oder nicht.

83 Unterschriften von Schwertern auf verschiedenen Listen

Gegenargumente gibt es. 26 private Einwendungen hat Arnsberg gezählt, mit insgesamt 83 Unterschriften auf verschiedenen Listen.

Hinzu kommen die Stellungnahmen öffentlicher Stellen. Hauptargumente gegen einen B236-Ausbau in der geplanten Art und Weise: zu hohe Lärm- und Luft-Immissionen sowie die Frage, ob es den verkehrlichen Bedarf überhaupt gebe, ob ein Ausbau also überhaupt sein müsse.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW hatte seinerseits auf die Argumente gegen den Ausbau antworten dürfen.

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Erörterung könnte am Freitag, 13. März, weitergehen

Bei der Erörterung im Schwerter Rathaus nimmt man sich nun genügend Zeit, alle Argumente auch zu hören. Sollte die Zeit am 12. März ab 9 Uhr nicht ausreichen, kann die Erörterung am Freitag, 13. März, weitergehen.

Dabei gibt es übrigens eine klare Reihenfolge: Es werden erst die Stellungnahmen der Trägerinnen und Träger öffentlicher Belange erörtert. Danach dürfen all diejenigen sprechen, die Stellungnahmen oder Einwendungen abgegeben haben – und das auch direkt mit Straßen.NRW und unter Moderation der Bezirksregierung. Die Reihenfolge dieses zweiten Teils folgt unterteilt nach Sachthemen.

Die Entscheidung fällt die Bezirksregierung nicht direkt beim Termin im Schwerter Rathaus, sondern im Anschluss unter Abwägung aller privaten und öffentlichen Interessen“, wie sie betont.

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