B236 in Ergste: Klebeband quer über Straße gespannt – Polizei: Lebensgefährlich

rnLetmather Straße

Sollte das ein Spaß sein oder ein Anschlag auf ein Menschenleben? In der Nacht zu Donnerstag war Klebeband quer über die B236 in Ergste gespannt. Die Polizei sagt: Das war lebensgefährlich.

Ergste

, 30.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mitten im Nichts, außerhalb der Ortsschaft, auf einer Landstraße. An solch einer Stelle war in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Teppichklebeband quer über die Fahrbahn gesperrt.

Genauer: über die B236, die an dieser Stelle zwischen Ergste und Iserlohn Letmather Straße heißt. Noch genauer, wie Polizeisprecher Christian Stein auf Nachfrage erläutert: noch hinter der JVA und dem Hotel-Restaurant Hiddemann im Spiek, vor der Einmündung zum Reit- und Fahrverein Letmathe.

Das Band sei zwischen zwei Verkehrsschildern einmal quer über die Straße gespannt gewesen, so Stein. Eine Autofahrerin habe nachts um 2.30 Uhr seine Kollegen gerufen.

Neben der Straße geht es mehrere Meter in die Tiefe

Wer aus Ergste kam, fuhr am Ausgang der ersten echten Linkskurve direkt auf das gelbe Klebeband zu. Wer in Richtung Ergste unterwegs war, den erwartete die Barriere vor der Einfahrt zu dieser letzten echten Kurve vor der langen geraden Strecke, die an der JVA entlangführt.

An der Klebeband-Stelle geht es zumindest an einer Straßenseite mehrere Meter in die Tiefe. Offiziell ist hier Tempo 70. Viele Auto- und Motorradfahrer sind aber schneller unterwegs.

Motorradfahrer dürfen ohnehin nur werktags über den Schälk fahren, und selbst dann von 17 bis 22 Uhr nicht. An Sams-, Sonn- und Feiertagen herrscht ein Vebot für Motorräder.

B236 in Ergste: Klebeband quer über Straße gespannt – Polizei: Lebensgefährlich

Deutlich zu erkennen: Wie stabil und breit das Band ist. © Reinhard Schmitz

Polizei: „Kein Dummejungenstreich, sondern lebensgefährliche Straftat“

Nun sucht die Polizei denjenigen, der das stabile Klebeband über die B236 gespannt hat. Polizeisprecher Stein verdeutlicht: „Hierbei handelt es sich nicht um einen Dummejungenstreich, sondern um eine lebensgefährliche Straftat, die die Sicherheit im Straßenverkehr beeinträchtigt.“

Autofahrer oder andere Verkehrsteilnehmer, die mitten in der Nacht plötzlich aus dem Nichts heraus so ein Klebeband vor sich sehen würden, könnten sich zu Ausweichmanövern gezwungen sehen. Und das könne gefährlich enden, vielleicht sogar lebensgefährlich.

Neben der Straße: Schutzpapier und leere Alkoholflaschen

Am Donnerstagvormittag waren die Überreste noch rings um die Stelle verteilt: Im Graben neben der Straße lag das vom Klebeband abgezogene Schutzpapier. Daneben: eine leere Jägermeister-, eine leere Sektflasche, eine recht frische Brötchentüte.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und sucht Zeugen. Hinweise nimmt die Wache Schwerte unter der Telefonnummer 02304-9213320 entgegen.

Lesen Sie jetzt