Bahnhof in Schwerte war für zwei Stunden gesperrt

LKW rammt Brücke

Nachdem ein LKW sich beim Einfahren in einen Tunnel festgefahren hatte, wurde der Bahnhof in Schwerte am Donnerstagmorgen für zwei Stunden gesperrt. Die Bahn richtete zeitweise einen Bus-Pendelverkehr zwischen Fröndenberg und Hagen Hauptbahnhof ein.

SCHWERTE

, 02.02.2017, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Bahnhof Schwerte ist derzeit eine große Baustelle: Am Donnerstag wurde die Strecke wegen eines Unfalls gesperrt.

Der Bahnhof Schwerte ist derzeit eine große Baustelle: Am Donnerstag wurde die Strecke wegen eines Unfalls gesperrt.

Auf freier Strecke gestoppt wurde Donnerstagmorgen ein Zug mit 35 Reisenden auf der Oberen Ruhrtalbahn zwischen Fröndenberg und Schwerte. Denn die weiterführenden Gleise waren im Bereich des Schwerter Bahnhofs vorsichtshalber gesperrt worden, nachdem ein LKW gegen die Bahnunterführung am Holzener Weg gekracht war.

Gegen 7.30 Uhr – so berichtet Polizeisprecherin Ute Hellmann – hatte sich ein Sattelzug aus Kehlheim in Niederbayern beim Einfahren in den Tunnel festgefahren. Offensichtlich hatte der Fahrer das Warnschild, das auf die eingeschränkte Höhe von 3,90 Meter hinweist, nicht beachtet. Mit seiner Ladung blieb er deshalb unter der Brücke hängen, über die die Bahngleise verlaufen. Ein Wassertank aus Kunststoff, der sich auf dem Anhänger befand, sei dabei gerissen.

Busverkehr als Ersatz

Die Polizei informierte umgehend den zuständigen Notfallmanager der Bahn, die eine Sperrung der betroffenen Strecken bis 9.20 Uhr veranlasste. Gleichzeitig wurden Techniker angefordert, um den sogenannten Brückenanfahrschaden zu begutachten. Sie hätten aber festgestellt, dass kein Schaden an Bauteilen eingetreten war, der den Zugverkehr gefährden könnte, teilte ein Bahnsprecher aus Düsseldorf mit.

Der auf der freien Strecke stehende Zug wurde an den Bahnsteig in Fröndenberg zurückgesetzt, wo die Bahn einen Bus-Pendelverkehr nach Hagen Hauptbahnhof einrichtete. Den nutzten auch die Passagiere der Regional-Express-Linie 17 aus Richtung Bestwig, die vorübergehend in Fröndenberg endete.

Über 30 Züge hatten Verspätung

Ersatzbusse fuhren auch zwischen Schwerte und Dortmund-Hörde, denn die aus Iserlohn kommenden Züge der Regionalbahn 53 wendeten bereits in Schwerte. Die Bilanz des Störfalls: „Es kam bei über 30 Zügen zu Verspätungen von circa 25 Minuten je Zug, acht Züge wurden umgeleitet, und zwölf Züge sind auf Teilstreckenabschnitten ausgefallen“, so der Bahnsprecher.

Der LKW-Fahrer musste nach Angaben der Polizei ein Verwarngeld von 35 Euro zahlen. Wie er seinen LKW aus der misslichen Situation befreite, ist nicht bekannt. Die Feuerwehr brauchte jedenfalls nicht einzugreifen. Deren Experte Sebastian Stöcklein weiß allerdings, wie sich die Fahrer meistens helfen: „Das häufigste Mittel ist, Luft aus dem Reisen zu lassen.“ Ein paar Zentimeter reichten meist schon aus, um wieder freizukommen. Man müsse dazu nicht auf der Felge fahren.

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